Dienstag, 24. April 2012

Rain

<langsam und mit rauchiger Stimme lesen>

Ich wandere durch die Straßen meiner Stadt. Der Regen prasselt so laut auf die Straße, dass sich das Ungeziefer darunter sich richtig heimisch fühlt. Das Wasser läuft die Gosse hinab wie das Blut eines aufgeschlitzten Alkoholikers nach seinem letzten Vollrausch. Die Straße verwandelt sich nach und nach zu einem Fluss der gegen meine Schuhe schwemmt.
Ich senke den Kopf, denn der kalte Wind hat gedreht und peitscht mir den Regen hart ins Gesicht. Nur langsam nähere ich meinem Ziel. In meiner rechten Jackentasche befindet sich der Schlüssel. Mit meiner nassen Hand greife ich hinein, zücke ihn und springe mit einem Satz die 3 Betontreppenstufen zur Tür hinauf. Ich schüttel ein wenig das Wassser ab und drehe den Schlüsel im Schloss um - Hundespaziergang beendet.

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