Donnerstag, 24. Januar 2013

gutes und richtig gutes Rollenspiel

In MMORPGs trifft man ja allerhand Oberklasse-Rollenspieler.

Erst neulich traf ich einen echten "Darth" - also so wirklich "Darth". Der spielte nicht nur die Rolle....neeeeiin! Der machte sich in SWTOR die Mühe reichlich Connections zu anderen Spielern und Gilden zu pflegen. Soweit, dass diese nahezu abrufbereit für ihn da waren. So zumindest seine Aussage. Nachdem er dann in unterschiedlichen RP-Events drei Jedi-Meister abschlachtete drängten ihn diese Leute natürlich regelrecht dazu endlich den Titel "Darth" anzulegen.
Ja...nee...is klar. Ich verließ das Teamspeak, da ich mir so viel geistigen Dünnschiss und Spleenerei nicht mehr antun konnte. Wenn dem wirklich so gewesen wäre, dann würde dieser Typ doch gar kein Privat- geschweige denn Arbeitsleben mehr besitzen. Er würde viel zu sehr damit beschäftigt sein ein virtuelles Universum zu unterjochen. Und so ein Typ kommt bei uns an und bittet um RP-Hilfe? Naja. Auch beschwerte er sich darüber, dass andere, die den Titel "Darth" führen gar nicht dazu berechtigt seien, da sie überhaupt keine Macht ausüben könnten. Wer stünde denen schon bei? Die kennen doch zu wenige, die sich für sie einsetzen würde. Mal ganz ehrlich: Detail-Overkill. Das ist ein RollenSPIEL. Da spielt man eine Rolle, der man im realen Leben nicht gerecht wird - und nicht andersrum. Ich glaube der Typ spielt eher im realen Leben seine Rolle...und das richtig schlecht.

Die andere Kathegorie sind die Hit&Run-Typen oder auch Hack&Slay. Rollenspiel besteht daraus den Typen mit dem Fragezeichen über dem Kopf anzuklicken, den Text zu überspringen und zu schauen wo man hinlaufen muss, um eine Gruppe Gegner oder Mob des Typs "yeah ich laufe in deine Menschengroße Axt mit dem Gesicht voran" umzunieten.
In realen Pen&Paper-Runden sind das auch die Typen, die dann am Spieltisch sagen: "Weckt mich, wenn der Kampf los geht!" und anschließend den Kopf auf etwas weiches legen. Vornehmlich Kissen, Decke, Sofakante, Schulter-der-Freundin und im zweifelsfall auch dem Pizzadeckel. Das ist dann das krasse Gegenteil vom ersten Typen. Der hat gar nicht verstanden worum es beim Rollenspiel geht - flüchtet sich aber durchaus genauso oft in die virtuelle Welt.

Meiner Meinung nach, muss das Mittelmaß stimmen. Wenn das reale Leben einen herausfordert, dann muss eben erst diese Quest abgeschlossen werden - auch wenn sie langwierig und garantiert hartnäckiger ist als 10x mit der Maus zu klicken. Auch sollte man erkennen welche Welt Priorität hat - hierfür ist ein gesundes Wertesystem nötig, was zunehmenst weniger wird in der heutigen Zeit. Im übrigen ist dafür der Cortex-Teil des Gehirns zuständig indem sich Verstand und Ethik verstecken. Die Hirnaktivität der o.g. Typen würde mich durchaus mal interessieren, wenn man sie schwierigen realen Situationen aussetzt und sie nicht in eine virtuelle Welt flüchten lässt.



Kommentare:

  1. Wie wahr, wie wahr...
    Schöne Extrembeispiele hat der Held da gebracht.

    P.S.: Bei den Tags, fehlt da nicht noch ein "DSA"?

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  2. Kann ich Dir auch nur zustimmen! :-) Alles schon erlebt... ^^

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