Mittwoch, 9. März 2011

Serien und ihre Auswirkungen

Nun es ist so. Ich liebe Filme und Serien. Schon von klein auf. Allerdings fazinieren mich nicht nur das simple Entertainment (Typ: Hirn aus, Spot an), sondern auch  komplexe Stories, tiefgründige Charaktere, und mehr. So und jetzt wird es spannend, denn ich schaue nicht nur die Filme und analysiere sie, sondern versuche einen Mehrgewinn für mich heraus zu schlagen. "Was bedeutet das denn jetzt schon wieder?" fragt ihr euch?

Ich versuche es mal zu erklären. Vor einiger Zeit wurde eine TV-Serie angepriesen in der ein Serienkiller auf eine sympatische Weise dargestellt wurde. Ich fand die Idee zuerst einmal abstoßend. Dennoch schauten meine bessere Hälfte und ich die erste Folge, auch wenn wir eigentlich ins Bett wollten. Die Serie hat mich in ihren Bann gezogen...und das nicht zu knapp. Ja der Killer war uns sympathisch. Allerdings nicht auf Grund seiner Taten, sondern seiner Ansichten und Auslegungen - so verquer sie sind. Für alle, die es noch nicht gecheckt haben: es handelt sich um Dexter.
Wo bleibt der Mehrwert?...ja ja...ich beeil mich ja. Währrend ich die Sendung sah beschäftigte ich mich nebenher, wann immer Zeit war mit dem Phänomen "Mord". Nicht die Tat als solches, sondern die psychologischen Beweggründe. Welche Hemmungen mussten abgelegt werden, so etwas zu tun? Wie verhalten sich Rachemorde zu Auftragsmord? Wieso denkt und handelt ein Killer so wie er es tut. Fazit: ich habe eine Menge über die menschliche Psyche gelernt.
Nächstes Phänomen: Knight Rider (2008) und Iron Man. Veranlassten mich dazu in die Entwicklungsstände von künstlichen Intelligenzen hineinzulesen. Ziemlich schnelle Sackgasse und massiv zu komplex für praktische Anwendung im Privatbereich zum heutigen Zeitpunkt.

Nun zu meinem aktuellen Interessengebiet. Darauf gebracht hat mich die Serie "Lie to me". Den Inhalt der Serie könnt ihr gerne bei Wikipedia oder diversen Fanseiten nachschlagen. Aber das darin vorkommende Prinzip Lügen bzw. weiterreichend Emotionen zu erkennen ist wahnsinnig interessant. Ich denke nicht, dass allein durch das sehen der Sendung man viel lernt - außer vielleicht man notiert sich jeden Hinweis harklein als Notizen...so wie ich ;-)
Weiterhin beschäftige ich mich derzeit mit FACS(Facial Action Coding System). Das System, dass Dr. Cal Lightman in der Serie benutzt und im realen Leben von Paul Ekman und Wallace Friesen entwickelt wurde. Unglaublich spannend und man fängt nach kurzer Zeit an Menschen skeptischer und genauer zu beobachten. Ob es was bringt? Ob ich Dinge erkennen werde? Das wird die Zukunft zeigen ;-)

Aber keine Sorge....der Mensch will gar nicht immer die Wahrheit wissen.

Ihr könnt übrigens alle von Glück reden, dass meine Eltern mich viele Comicserien haben sehen lassen...ansonsten wäre ich nicht so heldenhaft heute ;-)

Genug Monolog für heute.

Kommentare:

  1. Lie to me hat uns auch in seinen Bann gezogen. Und machmal schaut man andere Menschen nun doch ganz anders an. Irgendwie. Das harmoniert wunderbar mit meiner Grundskepsis ;)

    Aber was wären wir nur ohne Serien, Filme und Bücher? Immerhin sind die "guten" meist ein wertvolles moralisches Beispiel. Und woher wüssten wir ohne Captain Picard, wie schön Führungspositionen sind?^^

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  2. Zu Dexter:
    Nie "wirklich" gesehen. Kein Interesse daran.
    Aber mit Mord im groben habe ich mir auch schon die ein oder andere Nacht um die Ohren gehauen...

    Zu Lie to me:
    Coole Serie (nicht nur wegen des Hauptdarstellers).
    Grundsätzlich kann jeder im gewissen Rahmen sein Gegenüber beurteilen. Natürlich nicht so im Detail wie in der Serie dargestellt, aber es ist in der Natur des Menschen vorgegeben. Wenn man natürlich bewusst mehr darauf achtet fällt einem noch mehr auf. Das unbewusste reicht aber meist schon aus um festzustellen ob das Gegenüber freundlich, ängstlich, agressiv, ... ist.

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  3. @Spannkey: Ja in den Genen ist etwas drin, aber auch kulturell bedingt.
    Die Grundsätzlichen Dinge kann man sehen, sofern sie offen gezeigt werden. Das Verborgene ist ja das interessante ;-)

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