Montag, 9. Mai 2011

Ich blog das!

Es begab sich, dass der Möchtegern-Held mit seiner Heldin sich auf die lange Reise nach Capital-City Berlin machten. Sie hatten ein Ziel: der Heldin's zweites Patenkind sollte getauft werden.
Doch...es kam anders als erwartet.
Der Möchtegern-Held sollte seinem Hobby dem "Fotos machen" nachgehen und die Taufe für die Nachwelt dokumentieren. Beim ersten Patenkind hatte das schon hervorragend geklappt. Dieses Mal gab es gleich als Vorwarnung von der Pastorin beim Vorgespräch den Hinweis, dass Fotos ungern gesehen sind und schon gar nicht mit Blitz - Sie hätte auch kein Problem damit den Gottesdienst ab zu brechen.
Okay...ohne Blitz, das lässt sich machen. Der Gottesdienst lief soweit ganz gut. Zwei Kinder wurden getauft. Die Pastorin hatte dies ebenfalls im Vorgespräch angekündigt, dass dort ein [Zitat:] "braunes" Kind getauft würde - man achte mal auf die Wortwahl. Die Verwandschaft des zweiten Kindes hielt voll drauf: iPhone-Cam, Kompaktkameras mit Blitz etc. Ich hingegen hielt mich dann zurück. Schlich mich an. Schoss Fotos in einigem Abstand - ohne Blitz. Nach bereits zwei Fotos verwies mich die Pastorin auf einen Stuhl. Nun ja.
Die zweite Familie hatte Gäste die Gospelsängerinnen waren. Eine sehr schöne Abwechslung. Leider empfand es die Pastorin wohl nicht so. Sie lächelte zwar, aber konnte ihren Ekel bzw. Verachtung kaum verstecken.

Nach dem Gottesdienst kam sogar noch eine Dame der Gemeinde auf mich zu und wollte mich zurecht weisen, dass die Gemeinde der Kirche keine Fotos wünscht. Des Weiteren wurden angezickt: der Vater, die Patentante, die Mutter und die Oma.
Tja liebe Kreuzkirche in Berlin. Die Gemeinde besteht leider nicht nur aus der Stammkundschaft, die keine Fotos möchten, sondern aus mehreren Menschen. Darunter sind auch welche, die Fotos für ihre Kinder haben möchten und für als schöne Erinnerung. Wilkommen im 21ten Jahrhundert. Wie hieß es in der Predigt so schön? "Dem Zeitalter der Bilder". Aber eine realistische und bodenständige Ansicht ist der Gemeinde bzw. der Pastorin wohl verwehrt geblieben. Gerade in modernen Zeiten, wo die Kirche eh einen Rückgang verzeichnet frage ich mich, ob die Sturrheit dort siegen wird oder ob man sich nicht ein wenig den Menschen öffnen sollte. Es gibt wirklich Kirchen, die es ganz anders händeln. Dort kommen die Gäste (gerade mit Kindern) sehr gerne!
Ich persönlich fand es schade eine derartig antiquitierte Ansicht vor zu treffen. Auch die Art der Diskussion im Anschluss war alles andere als sachlich oder gar mit vernünftigen Argumenten untermauert. Es ging einzig und allein darum den Willen der Pastorin dort durch zu setzen.
Fazit: Kind getauft. Kreuzkirche Berlin abgehakt - diese Kirche ist definitiv nicht offen und bereit für junges Publikum. Geschweige denn für die Zukunft.

Nun zum Titel: Ich brauche ein T-Shirt auf dem steht: "Ich blog das". Genau für solche Momente!

Kommentare:

  1. Oder ganz Patrik-like ein Schild ;)

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  2. Uaaaääähhh. Das ist Patrick!!!
    Ok, das ist ja mal echt antiquirt... und ich muss dir da echt recht geben, bei dem verhalten der Pastorin ist ein Rückgang der Kirchgänger kein wunder!

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