In diesem Artikel möchte ich erklären, warum das Festival Wacken im Jahr 2017 so viel mehr für mich war als ein einfaches Festival.
Holen wir kurz auf: mein letztes großes Festival war das Wacken 2004. Kurz darauf habe ich meine Ex-Frau kennengelernt. Mit ihr war ich auf einigen kleineren Festivals. Das hat auch immer Spaß gemacht, aber irgendwie hatte ich immer ein Auge auf sie. Aufpasser-Modus sozusagen dauerhaft an. Als ich mal erwähnte wieder nach Wacken zu wollen, wollte sie auch mit. Ggf. sogar mit unserem damaligen Hund - sie würde dann entsprechend mit ihm am Zeltplatz bleiben. Aber Wacken ist für mich einfach noch kein Familienurlaub. Da gibt es schönere Ziele. Natürlich würde meine Ex-Frau jetzt lautstark protestieren und schimpfen, aber so ist es nunmal.
Wacken ist für mich immer ein Ausnahmezustand. Ich kann dort tun und lassen was ich will. Trinken, blöde Sprüche klopfen, an Aktionen teilnehmen und wenn mir in den Kopf kommt mich in die "Wall of Death" zu stürzen oder einfach nur bei einer Band ganz vorne stehen zu wollen, dann möchte ich niemanden zurücklassen müssen, der/die sich Sorgen macht.
Dieses Jahr bin ich dann also mit einem Trupp von ca. 19 Leuten dort - teilweise sehr sehr alte Bekannte, aber auch sehr sehr viele neue Gesichter. Aber keiner war für mich verantwortlich oder ich für jemanden. Es war eben ein loses Bündnis Party-Williger. Sogar die Frau, die ich da kennengelernt habe und mit der ich einige Wochen eine Fernbeziehung geführt habe war da anders drauf.
Dementsprechend war das Wacken für mich ganz toll. Wenn ich Bock hatte bin ich alleine oder im Trupp zum Festivalgelände durch den Matsch gestapft (und habe die vielen vegetarischen und veganen Essensstände ausprobiert). Und wenn ich zu müde war, dann eben noch im Laufe des Tages eine Stunde hingelegt. Eine Stunde lang Tagebuch schreiben? Kein Problem!
Gemeinsames Kochen? Jeden Abend. Einsames Kochen, weil Hunger? Jederzeit möglich. Irgendwie war das schon eine gewisse Freiheit und Gelassenheit. Ich konnte vollkommen ich selbst sein.
Habe ich einen über den Durst getrunken? Ja! Habe ich mich grenzenlos abgeschossen? Nein.
Bin ich zu einem Manson-Auftritt vor die Bühne und habe laut mitgegröhlt? Auf jeden verdammten Fall!
Meine vorherigen Urlaube seit der Trennung waren meist etwas ruhiger - mal mit meinem Sohn oder Eltern. Mal Trips in verschiedene Städte mit Pennen im Auto etc. Aber das Wacken war irgendwie wie ein Freiheitsschlag für meinen Kopf. Es ist nichts verkehrt mal die Sau richtig raus zu lassen. Sich durch den Dreck zu kämpfen und darüber auch noch dreckig zu lachen (Pun intended).
Um mich daran zu erinnern habe ich mir auch das Wacken 2017 - Festival Armbändchen von einem Goldschmied als schweres Silberarmband anfertigen lassen. Ich trage es annähernd täglich und ich erfreue mich daran.
Augenscheinlich geht's für mich auch 2018 wieder nach Wacken, obwohl auch einige anderen Festivals im Gespräch waren (Roskilde, Sziget, Metal Days Slovenien).
Ich genieße meine neu erlangte (auch geistige) Freiheit, die mir dieses Festival aufgezeigt hat.
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Sonntag, 5. November 2017
Wacken 2017
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Samstag, 1. April 2017
Lebensziele
Hier muss ich mal weiter ausholen. Wie schon im vergangenen Post kam dieses Thema bei meiner Montagssitzung bei meinem Freund auf. Wir haben beide einige Ratgeber-Bücher oder Persönlichkeitsbildenden-Bücher gelesen. In einem davon ging es darum wie man sein Leben leben will. Um das herauszukristalisieren solle man sich seine eigene Beerdigung vorstellen. Dort sollen 3 Leute etwas über den Verstorbenen erzählen - ein Kollege, ein Freund und ein Familienmitglied. Was sollen diese Personen von einem sagen? Wie war der Verstorbene zu Lebzeiten? Fleißig, immer da, liebend, aufopfernd, hilfbereit, zuvorkommend, aufmerksam, achtsam,.... da fallen einem viele Dinge ein, die man gerne hören möchte.
Ende der Übung ist sich Gedanken oder einen Plan zu machen was man tun muss, damit diese Personen eben genau das über einen sagen können! Und schon hast du deinen Lebensweg gestaltet.
Das sind jetzt aber nicht das was man im allgemeinen unter Ziele im Leben versteht. Vor 12 Jahren bin ich in eine Beziehung gestartet und teilte dort die Lebensziele mit der Ex-Heldin. Haus bauen, Baum pflanzen, Kind zeugen, alt werden. Okay...kam noch bissle was über die Jahre dazu: Hunde, das Traumauto (Mini Cooper - Ziel erfüllt). Es kommen auch einige kleinere Lebensziele dazu: Zertifikat für ein bestimmtes Lernthema erhalten, einen Job als Teamleiter bekommen, 20kg abnehmen ...sowas halt.
Nachdem ich nun quasi mit der Trennung alles verloren hatte und mir mein Therapeut damals knallhart ins Gesicht sagte: "Ja, Sie müssen sich neue Lebensziele suchen. Und das braucht Zeit!", war ich erstmal am Boden zerstört. Immerhin hatte ich über 10 Jahre daraufhin gearbeitet meine Ziele zu erreichen und nun stellte ich fest: futsch.
Da biste erstmal reichlich am Arsch.
Nun, das Leben geht weiter und alles organisiert sich neu. Es fiel mir nicht leicht das einzusehen, aber im derzeitigen Zustand habe ich keine Lebensziele. Ich bin komplett flexibel. Naja mit Abhängigkeit, dass ich weiterhin ein guter Vater bin. Aber ansonsten: Job? flexibel. Wohnort? recht flexibel. Alterspläne? Tse!
Hätte mir jemand vor 7 Monaten erzählt: du wirst der Lebensgefährte einer Frau, die in Auslandseinsätze zieht, dann hätte ich das erstmal für unrealistisch gehalten. Vor 5 Monaten musste ich mich dann erstmal tatsächlich damit auseinandersetzen, weil ich mich in eine Soldatin verliebt hatte. Gut...das ist jetzt auch gescheitert, aber hey...ja...ich konnte mich tatsächlich mit dem Gedanken anfreunden...und nicht nur anfreunden, für mich war das durchaus ein Leben welches ich hätte führen können und wollen!
Wer weiß was die nächste Beziehung so rein bringt? Ich mache meine Ziele aber natürlich nicht von meiner Partnerin abhängig. Es gibt auch Dinge wo ich klar "nein" sagen würde. So schließe ich jetzt nämlich den Bogen zum ersten Absatz: trotz aller Flexibilität in meinen Lebenszielen bin ich in mir gefestigt und weiß was für ein Mensch ich sein möchte und passe meinen Lebensweg so an, dass ich diesem auch gerecht werde. Der Weg ist das Ziel. "Der Weg ist das Ziel" ist ein schöner Spruch von Konfuzius, der aber erst durch meine Reife, die ich durch die Ereignisse der letzten Jahre erreicht habe, bei mir einen äußerst tiefen Sinn ergibt.
Jetzt bin ich aber mal neugierig: Was sind eure Ziele im Leben? Würden die 3 Leute auf eurer Beerdigung das sagen können was ich euch wünscht/vorstellt?
Ende der Übung ist sich Gedanken oder einen Plan zu machen was man tun muss, damit diese Personen eben genau das über einen sagen können! Und schon hast du deinen Lebensweg gestaltet.
Das sind jetzt aber nicht das was man im allgemeinen unter Ziele im Leben versteht. Vor 12 Jahren bin ich in eine Beziehung gestartet und teilte dort die Lebensziele mit der Ex-Heldin. Haus bauen, Baum pflanzen, Kind zeugen, alt werden. Okay...kam noch bissle was über die Jahre dazu: Hunde, das Traumauto (Mini Cooper - Ziel erfüllt). Es kommen auch einige kleinere Lebensziele dazu: Zertifikat für ein bestimmtes Lernthema erhalten, einen Job als Teamleiter bekommen, 20kg abnehmen ...sowas halt.
Nachdem ich nun quasi mit der Trennung alles verloren hatte und mir mein Therapeut damals knallhart ins Gesicht sagte: "Ja, Sie müssen sich neue Lebensziele suchen. Und das braucht Zeit!", war ich erstmal am Boden zerstört. Immerhin hatte ich über 10 Jahre daraufhin gearbeitet meine Ziele zu erreichen und nun stellte ich fest: futsch.
Da biste erstmal reichlich am Arsch.
Nun, das Leben geht weiter und alles organisiert sich neu. Es fiel mir nicht leicht das einzusehen, aber im derzeitigen Zustand habe ich keine Lebensziele. Ich bin komplett flexibel. Naja mit Abhängigkeit, dass ich weiterhin ein guter Vater bin. Aber ansonsten: Job? flexibel. Wohnort? recht flexibel. Alterspläne? Tse!
Hätte mir jemand vor 7 Monaten erzählt: du wirst der Lebensgefährte einer Frau, die in Auslandseinsätze zieht, dann hätte ich das erstmal für unrealistisch gehalten. Vor 5 Monaten musste ich mich dann erstmal tatsächlich damit auseinandersetzen, weil ich mich in eine Soldatin verliebt hatte. Gut...das ist jetzt auch gescheitert, aber hey...ja...ich konnte mich tatsächlich mit dem Gedanken anfreunden...und nicht nur anfreunden, für mich war das durchaus ein Leben welches ich hätte führen können und wollen!
Wer weiß was die nächste Beziehung so rein bringt? Ich mache meine Ziele aber natürlich nicht von meiner Partnerin abhängig. Es gibt auch Dinge wo ich klar "nein" sagen würde. So schließe ich jetzt nämlich den Bogen zum ersten Absatz: trotz aller Flexibilität in meinen Lebenszielen bin ich in mir gefestigt und weiß was für ein Mensch ich sein möchte und passe meinen Lebensweg so an, dass ich diesem auch gerecht werde. Der Weg ist das Ziel. "Der Weg ist das Ziel" ist ein schöner Spruch von Konfuzius, der aber erst durch meine Reife, die ich durch die Ereignisse der letzten Jahre erreicht habe, bei mir einen äußerst tiefen Sinn ergibt.
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Jetzt bin ich aber mal neugierig: Was sind eure Ziele im Leben? Würden die 3 Leute auf eurer Beerdigung das sagen können was ich euch wünscht/vorstellt?
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Dienstag, 28. März 2017
Dualität
Jeden Montag treffe ich mich mit einem Freund zum Quatschen. Ursprünglich gedacht, um sein Englisch zu verbessern sprechen wir doch häufig einfach über Themen, die unser Leben bewegen.
Ihn bewegte in letzter Zeit die Dualität des Menschen. Also die Tatsache, dass es Individuen gibt, die sich trotz aller Resonanz, die wir zu anderen Menschen aufbauen, nicht einem höheren Ziel verschreiben können.
Ursprung war das Thema Flüchtlinge vs. Waffenexporte, ergo Frieden und wurde dann äußerst abstrakt. Dort könnte man sich dem höheren Ziel "Frieden" verschreiben und so seine eigenen Interessen (Verkauf von Waffen) nach hinten stellen, um dem Resonanz-Partner (Flüchtling) entgegen zu kommen.
Ich erklärte ihm, dass das ganze aber in unserer Genetik liegt. Also die Dualität und die Mehrheitlichtkeit. Er schaute mich erstaunt an und ich machte ihm das ganze in ein paar praktischen, anschaulichen und vielleicht auch plumpen Beispielen klar (im Normalfall drücke ich mich da gehobener aus, aber das würde dem ganzen den Humor nehmen):
Also, nehmen wir an du bist Single. Ich bin Single. Wir sind in einer Bar und da hinten steht eine heiße Blondine, die du knallen willst. Die will ich aber auch knallen. Ich könnte mich dem höheren Ziel der "Freundschaft" verschreiben und dir den Vortritt lassen, damit du sie knallen kannst. Das mache ich 1x, vielleicht 2x, aber irgendwann will ich halt auch.
Er bemerkte dazu: gut - Triebe sind ja genetisch, das überkommen wir also nicht so wirklich.
Ich weiter: Stimmt, außer wir werden alle impotent oder erhalten den gemeinschaftlichen Gedanken, dass wir alle unsere Frauen teilen und die Frauen den Gedanken, dass sie mit jedem Kerl ficken. Das wird aber wohl nicht passieren. So viel zur Dualität. Der Mensch ist zwar nicht dumm, aber zur Mehrheitlichkeit kommen wir eben manchmal erst, wenn es zu spät ist. Gleiche Situation, ein paar Tausend Jahre zuvor.
Wir beide sind Neandertaler und da hinten steht eine geile Blondine, die du knallen willst. Die will ich aber auch knallen. Dich schlag ich mit meiner Keule nieder und knall die Blondine. Am nächsten Morgen wache ich auf und habe Hunger auf Mammut. So ein Mammut kann ich aber nicht alleine jagen. Und du liegst mit dem Gesicht im Dreck, weil ich dich ja niedergeschlagen habe. Also kein Mammut für mich. Erkenntnis der Mehrheitlichkeit zu spät erhalten.
Evtl. sind die Begrifflichkeiten nicht zwingend der enzyklopidalen Erklärung 100% gleich zu setzen, aber ich denke ihr wisst was gemeint ist.
In diesem Sinne: frohe Mammut- und Blondinenjagd.
Ihn bewegte in letzter Zeit die Dualität des Menschen. Also die Tatsache, dass es Individuen gibt, die sich trotz aller Resonanz, die wir zu anderen Menschen aufbauen, nicht einem höheren Ziel verschreiben können.
Ursprung war das Thema Flüchtlinge vs. Waffenexporte, ergo Frieden und wurde dann äußerst abstrakt. Dort könnte man sich dem höheren Ziel "Frieden" verschreiben und so seine eigenen Interessen (Verkauf von Waffen) nach hinten stellen, um dem Resonanz-Partner (Flüchtling) entgegen zu kommen.
Ich erklärte ihm, dass das ganze aber in unserer Genetik liegt. Also die Dualität und die Mehrheitlichtkeit. Er schaute mich erstaunt an und ich machte ihm das ganze in ein paar praktischen, anschaulichen und vielleicht auch plumpen Beispielen klar (im Normalfall drücke ich mich da gehobener aus, aber das würde dem ganzen den Humor nehmen):
Also, nehmen wir an du bist Single. Ich bin Single. Wir sind in einer Bar und da hinten steht eine heiße Blondine, die du knallen willst. Die will ich aber auch knallen. Ich könnte mich dem höheren Ziel der "Freundschaft" verschreiben und dir den Vortritt lassen, damit du sie knallen kannst. Das mache ich 1x, vielleicht 2x, aber irgendwann will ich halt auch.
Er bemerkte dazu: gut - Triebe sind ja genetisch, das überkommen wir also nicht so wirklich.
Ich weiter: Stimmt, außer wir werden alle impotent oder erhalten den gemeinschaftlichen Gedanken, dass wir alle unsere Frauen teilen und die Frauen den Gedanken, dass sie mit jedem Kerl ficken. Das wird aber wohl nicht passieren. So viel zur Dualität. Der Mensch ist zwar nicht dumm, aber zur Mehrheitlichkeit kommen wir eben manchmal erst, wenn es zu spät ist. Gleiche Situation, ein paar Tausend Jahre zuvor.
Wir beide sind Neandertaler und da hinten steht eine geile Blondine, die du knallen willst. Die will ich aber auch knallen. Dich schlag ich mit meiner Keule nieder und knall die Blondine. Am nächsten Morgen wache ich auf und habe Hunger auf Mammut. So ein Mammut kann ich aber nicht alleine jagen. Und du liegst mit dem Gesicht im Dreck, weil ich dich ja niedergeschlagen habe. Also kein Mammut für mich. Erkenntnis der Mehrheitlichkeit zu spät erhalten.
Evtl. sind die Begrifflichkeiten nicht zwingend der enzyklopidalen Erklärung 100% gleich zu setzen, aber ich denke ihr wisst was gemeint ist.
In diesem Sinne: frohe Mammut- und Blondinenjagd.
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Dienstag, 14. März 2017
Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Ich sitze auf dem Fußboden vor der Anlage. In der linken Hand halte ich dein Foto. Aus dem Rahmen konnte ich es immernoch nicht nehmen. Die rechte Hand liegt sanft auf dem großen Lautstärkeregler.
Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Damit die Stimmen in meinem Kopf aufhören von dir zu schwärmen.
Laute Bässe und Gitarren hallen durch mein Wohnzimmer. Der Boden unter mir vibriert. Ich singe mit, aber ich höre noch immer meine eigene Stimme und meine Gedanken. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Mir wird heiß. Mein Körper will sich bewegen, aber mein Kopf schreit dagegen an. Tränen fließen mir über das Gesicht. Die Augen brennen. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
In meinem Kopf höre ich deine Worte. In meinem Kopf höre ich wie ich es dir nicht verübeln kann. Ich höre die Trauer schreien. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Ich bemerke wie ich mit dem Handgelenk fest gegen meine Schläfe drücke. Ich spüre die Adern an meinem Kopf pulsieren. Mein Körper bebt. Ein Blick zur Lautstärke und ich weiß ich befinde mich bei ca. 110db. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Die Anlage hat noch lange nicht ihr Limit erreicht. Mein Körper kocht und zittert. Ich brülle den Lautsprechern die Texte entgegen und höre mich selbst nicht mehr. Der Punkt ist erreicht, dass ich nichts hören dürfte. Keine Klingel, kein Klopfen - gar nichts. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
120db müssten erreicht sein. Mein Hals brennt und ich weiß ich werde morgen heiser sein. Die Stimmen in meinem Kopf werden leiser, aber ich will nicht mehr hören. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Damit die Stimmen in meinem Kopf aufhören von dir zu schwärmen.
Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Damit die Stimmen in meinem Kopf aufhören von dir zu schwärmen.
Laute Bässe und Gitarren hallen durch mein Wohnzimmer. Der Boden unter mir vibriert. Ich singe mit, aber ich höre noch immer meine eigene Stimme und meine Gedanken. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Mir wird heiß. Mein Körper will sich bewegen, aber mein Kopf schreit dagegen an. Tränen fließen mir über das Gesicht. Die Augen brennen. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
In meinem Kopf höre ich deine Worte. In meinem Kopf höre ich wie ich es dir nicht verübeln kann. Ich höre die Trauer schreien. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Ich bemerke wie ich mit dem Handgelenk fest gegen meine Schläfe drücke. Ich spüre die Adern an meinem Kopf pulsieren. Mein Körper bebt. Ein Blick zur Lautstärke und ich weiß ich befinde mich bei ca. 110db. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Die Anlage hat noch lange nicht ihr Limit erreicht. Mein Körper kocht und zittert. Ich brülle den Lautsprechern die Texte entgegen und höre mich selbst nicht mehr. Der Punkt ist erreicht, dass ich nichts hören dürfte. Keine Klingel, kein Klopfen - gar nichts. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
120db müssten erreicht sein. Mein Hals brennt und ich weiß ich werde morgen heiser sein. Die Stimmen in meinem Kopf werden leiser, aber ich will nicht mehr hören. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.
Damit die Stimmen in meinem Kopf aufhören von dir zu schwärmen.
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Freitag, 3. Juni 2016
Held sein ist schwer
Warum hat mir keiner gesagt, dass es so schwer ist ein Held zu sein?
Auf den Comic-Covern sieht das immer so einfach aus. Stolz und Aufrichtig in die Kamera schauen. Brust geschwollen und das Cape flattert im Wind. Aber so ist das nicht.
Davon mal ab, dass ich öfter Krawatte als Cape trage... was man auf dem Cover nie sieht sind die Zweifel, Sorgen und Entscheidungen, die so ein Held treffen muss. Ich habe nicht immer die richtige getroffen. Habe Fehler gemacht und habe auch mal verloren. Ich habe mich eine Zeit verkrümelt, selbst bemitleidet und viel nachgedacht.
Doch was machen Helden, also wirkliche Helden, wenn sie am Boden liegen? Sie stehen wieder auf. Sie geben nicht auf. Sie finden neuen Mut. Sie finden neue Kraft, um weiter zu machen. Und genauso ist es nun bei mir. Ich habe ein gutes Stück meine Mitte gefunden, weiß wer ich bin, was ich will und wo ich hin will. Und nun stehe ich auf.
Ich habe meine Ziele vor Augen und verfolge sie konsequent und nachhaltig. Ich habe daraus ein ganzheitliches Bild gebaut und keiner dieser Punkte steht für sich allein - es greift alles ineinander.
Mini-Held - mein Sohn hat eine ganz hohe Priorität in meinem Leben erhalten. Die Gefahr den Kontakt zu verlieren oder die Bindung zu gefährden hat mich wachgerüttelt. Dieser kleine Mann verdient es einfach, dass ich für ihn da bin. Als Vater, als sein Held.
Glücklich sein - prinzipiell etwas was ich aus den Lehren des Dalai Lama entnommen habe. Ein Glückliches Leben führen verändert auch die Sicht auf viele andere Themen. Ich gehe mit vielen Situationen auch anders um. Das Thema ist an und für sich riesig. Nur auf dem Weg zwei Zitate, die bei mir große Bedeutung gewonnen haben in meinem Leben:
Die Heldin - eine Zeit lang hatte ich mit diesem Kapitel in meinem Leben abgeschlossen. Aber so einfach ist das nicht. Sie ist die Mutter meines Kindes und das kommt ja nicht von ungefähr. Ich kann nicht leugnen, dass sie mir nicht sehr viel bedeutet. Ich bin gewillt sie zurück zu gewinnen. Klingt für viele sicherlich verrückt, vielleicht ist es das auch, aber so ist das nunmal mit Gefühlen.
Keine Selbstaufopferung. Etwas was ich früher gerne bis zum Ultimo betrieben habe war die Selbstaufopferung. Ich habe mich selbst verbogen, um anderen gerecht zu werden. Aber ich habe erkannt, dass dies nicht immer richtig ist, solange es mich nämlich nicht glücklich macht. Wenn der Grad der Aufopferung mich nicht glücklich macht, dann mache ich es auch nicht richtig - und dann verlieren alle Seiten. Davon habe ich Abstand genommen. Ich füge mir selbst keinen Schmerz mehr zu, soweit es sich vermeiden lässt.
Ja, viele Leser habe ich jetzt bestimmt gelangweilt, aber ich musste das einfach mal los werden.
Was bedeutet das für den Blog? Ja, ich mache weiter, wenn ich passende Themen finde. Es wird weiter nerdig bleiben, aber ich lasse mich weiterhin nicht auf eine Regelmäßigkeit festnageln. Ich schaue einfach mal flexibel was mir in den Kopf kommt.
Auf den Comic-Covern sieht das immer so einfach aus. Stolz und Aufrichtig in die Kamera schauen. Brust geschwollen und das Cape flattert im Wind. Aber so ist das nicht.
Davon mal ab, dass ich öfter Krawatte als Cape trage... was man auf dem Cover nie sieht sind die Zweifel, Sorgen und Entscheidungen, die so ein Held treffen muss. Ich habe nicht immer die richtige getroffen. Habe Fehler gemacht und habe auch mal verloren. Ich habe mich eine Zeit verkrümelt, selbst bemitleidet und viel nachgedacht.
Doch was machen Helden, also wirkliche Helden, wenn sie am Boden liegen? Sie stehen wieder auf. Sie geben nicht auf. Sie finden neuen Mut. Sie finden neue Kraft, um weiter zu machen. Und genauso ist es nun bei mir. Ich habe ein gutes Stück meine Mitte gefunden, weiß wer ich bin, was ich will und wo ich hin will. Und nun stehe ich auf.
Ich habe meine Ziele vor Augen und verfolge sie konsequent und nachhaltig. Ich habe daraus ein ganzheitliches Bild gebaut und keiner dieser Punkte steht für sich allein - es greift alles ineinander.
Mini-Held - mein Sohn hat eine ganz hohe Priorität in meinem Leben erhalten. Die Gefahr den Kontakt zu verlieren oder die Bindung zu gefährden hat mich wachgerüttelt. Dieser kleine Mann verdient es einfach, dass ich für ihn da bin. Als Vater, als sein Held.
Glücklich sein - prinzipiell etwas was ich aus den Lehren des Dalai Lama entnommen habe. Ein Glückliches Leben führen verändert auch die Sicht auf viele andere Themen. Ich gehe mit vielen Situationen auch anders um. Das Thema ist an und für sich riesig. Nur auf dem Weg zwei Zitate, die bei mir große Bedeutung gewonnen haben in meinem Leben:
"Versuche anderen zu helfen. Und wenn Du ihnen nicht helfen kannst, dann schade ihnen wenigstens nicht."
"Wenn Du willst dass andere glücklich sind, übe Mitgefühl aus. Wenn Du willst, dass Du selbst glücklich bist, übe Mitgefühl aus."
Die Heldin - eine Zeit lang hatte ich mit diesem Kapitel in meinem Leben abgeschlossen. Aber so einfach ist das nicht. Sie ist die Mutter meines Kindes und das kommt ja nicht von ungefähr. Ich kann nicht leugnen, dass sie mir nicht sehr viel bedeutet. Ich bin gewillt sie zurück zu gewinnen. Klingt für viele sicherlich verrückt, vielleicht ist es das auch, aber so ist das nunmal mit Gefühlen.
Keine Selbstaufopferung. Etwas was ich früher gerne bis zum Ultimo betrieben habe war die Selbstaufopferung. Ich habe mich selbst verbogen, um anderen gerecht zu werden. Aber ich habe erkannt, dass dies nicht immer richtig ist, solange es mich nämlich nicht glücklich macht. Wenn der Grad der Aufopferung mich nicht glücklich macht, dann mache ich es auch nicht richtig - und dann verlieren alle Seiten. Davon habe ich Abstand genommen. Ich füge mir selbst keinen Schmerz mehr zu, soweit es sich vermeiden lässt.
Ja, viele Leser habe ich jetzt bestimmt gelangweilt, aber ich musste das einfach mal los werden.
Was bedeutet das für den Blog? Ja, ich mache weiter, wenn ich passende Themen finde. Es wird weiter nerdig bleiben, aber ich lasse mich weiterhin nicht auf eine Regelmäßigkeit festnageln. Ich schaue einfach mal flexibel was mir in den Kopf kommt.
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Montag, 4. April 2016
Mathe-Abschlussarbeit
Ich wurde heute wieder an meine Mathe-Abschlussarbeit erinnert. Wir waren damals der erste Jahrgang, der in den Realschulen zu einer mündlichen Abschlussarbeit herangezogen wurden. Und was passiert, wenn man einen Nerd in der Klasse hat erfahrt ihr gleich.
Wie lief das nun ab? Wir haben an der Tafel alle Themen der letzten 4 Jahre gesammelt und aufgelistet. Jeder Schüler und Schülerin durfte der Reihe nach sich ein Thema aussuchen. Als alle Themen weggestrichen waren blieben genau 2 Schüler übrig. Unser Mathe-Ass Eugen und meine Wenigkeit. Auf die Frage, was ich vortragen wolle antwortete ich prompt: "Das Binärsystem!" - mit dem hatte ich mich damals im Alter von 14/15 gerade beschäftigt und war recht fit. Mein Mathe-Lehrer, Rektor und selbst Mathe-Vernarrter ergänzte: "Weil du so fix eine Antwort hattest, erklärst du bitte auch noch Hexadezimal.". Ich grinste und nickte, weil ich natürlich auch damit schon gearbeitet hatte. Mein Mathe-Lehrer grinste ebenfalls: "Wenn du so grinst...auch noch Oktal?", darauf ich: "nein, das schaffe ich zeitlich nicht im Vortrag.". Soweit so gut. Mein Mathe-Kumpel wusste nun kein Thema und bekam von unserem Lehrer das Thema "Heronsche Flächenformel". Auch ein ganz spannendes Thema.
Mein Vortrag lief hervorragend. Innerhalb von 45 Minuten schaffte ich es meinen Mitschülern nicht nur das System, sondern auch das Addieren und Subtrahieren erklärt. Das ging sogar soweit, dass die Mathe-Niete bei uns eine einfache Aufgabe in den Systemen lösen konnte. Ich bekam meine 1, was meinen Abschluss stark verbesserte.
Mein Mathe-Kumpel, seither von mir "Eugen von Heron" genannt, glänzte Ebenfalls durch einen Vortrag in dem er das Volumen eines undefinierbaren Körpers (ein Asteriod) errechnete.
Abgerundet wurde meine Mathe-Note noch stark angehoben durch die schriftliche Prüfung. Man muss dazu sagen, dass ich die 2 Jahre zuvor nun nicht sehr geglänzte hatte in dem Fach. Ich war so eher nur mittelmäßig. Aber bei der schriftlichten Prüfung hatte ich irgendwie eine Eingebung. Ich hatte die Ergebnisse wie in einer Art Deja-Vu vor mir gesehen, als ich den Bogen vor mir hatte. Eilig habe ich die Ergebnisse eingetragen, dann machte ich mich daran die Lösungswege zu ermitteln. Unserem Lehrer war an und für sich aber immer nur das Ergebnis wichtig. War dieses Ergebnis nicht richtig, wurden Teilpunkte auf den Lösungsweg gegeben.
Bei der Ausgabe der Ergebnisse teilte er alle Prüfungen von den Noten 6-3 im Stapel an die Schüler aus. Die 2er, was sehr selten war, weil wir einen hohen Anspruch hatten, wurden einzeln nach vorne gerufen und beklatscht. Nachdem diese verteilt waren und in den Jahren vorher nur Eugen es schaffte eine 1 zu erlangen, dieser diesmal aber eine 2 erhielt, war ich etwas nervös, dass meine Arbeit vielleicht verschütt gegangen sei oder im Stapel der 3-6er verteilt wurde und bei einem anderen Schüler nun lag.
Der Rektor schaute mich ernst an: "Held, du siehst du unsicher aus. Was ist los?". Ich: "meine Arbeit habe ich noch nicht.". Er grinste und mit soltzer und lauter Stimme verkündete er: "Stimmt. Denn der einzige, der die Abschlussprüfung mit 110% - auf Grund der freiwilligen Zusatzaufgabe - erreichte ist: Held. Er hat als einziger jedes Ergebnis ausnahmslos richtig, selbst wenn die Lösungswege teilweise nicht zu Ende bearbeitet wurden oder Fehler beinhalteten.". Ich bin fast vom Stuhl gefallen und habe mich gefreut wie verrückt.
So...Eigenlob stinkt, aber ich wollte diese Geschichte mal los werden.
Wie lief das nun ab? Wir haben an der Tafel alle Themen der letzten 4 Jahre gesammelt und aufgelistet. Jeder Schüler und Schülerin durfte der Reihe nach sich ein Thema aussuchen. Als alle Themen weggestrichen waren blieben genau 2 Schüler übrig. Unser Mathe-Ass Eugen und meine Wenigkeit. Auf die Frage, was ich vortragen wolle antwortete ich prompt: "Das Binärsystem!" - mit dem hatte ich mich damals im Alter von 14/15 gerade beschäftigt und war recht fit. Mein Mathe-Lehrer, Rektor und selbst Mathe-Vernarrter ergänzte: "Weil du so fix eine Antwort hattest, erklärst du bitte auch noch Hexadezimal.". Ich grinste und nickte, weil ich natürlich auch damit schon gearbeitet hatte. Mein Mathe-Lehrer grinste ebenfalls: "Wenn du so grinst...auch noch Oktal?", darauf ich: "nein, das schaffe ich zeitlich nicht im Vortrag.". Soweit so gut. Mein Mathe-Kumpel wusste nun kein Thema und bekam von unserem Lehrer das Thema "Heronsche Flächenformel". Auch ein ganz spannendes Thema.
Mein Vortrag lief hervorragend. Innerhalb von 45 Minuten schaffte ich es meinen Mitschülern nicht nur das System, sondern auch das Addieren und Subtrahieren erklärt. Das ging sogar soweit, dass die Mathe-Niete bei uns eine einfache Aufgabe in den Systemen lösen konnte. Ich bekam meine 1, was meinen Abschluss stark verbesserte.
Mein Mathe-Kumpel, seither von mir "Eugen von Heron" genannt, glänzte Ebenfalls durch einen Vortrag in dem er das Volumen eines undefinierbaren Körpers (ein Asteriod) errechnete.
Abgerundet wurde meine Mathe-Note noch stark angehoben durch die schriftliche Prüfung. Man muss dazu sagen, dass ich die 2 Jahre zuvor nun nicht sehr geglänzte hatte in dem Fach. Ich war so eher nur mittelmäßig. Aber bei der schriftlichten Prüfung hatte ich irgendwie eine Eingebung. Ich hatte die Ergebnisse wie in einer Art Deja-Vu vor mir gesehen, als ich den Bogen vor mir hatte. Eilig habe ich die Ergebnisse eingetragen, dann machte ich mich daran die Lösungswege zu ermitteln. Unserem Lehrer war an und für sich aber immer nur das Ergebnis wichtig. War dieses Ergebnis nicht richtig, wurden Teilpunkte auf den Lösungsweg gegeben.
Bei der Ausgabe der Ergebnisse teilte er alle Prüfungen von den Noten 6-3 im Stapel an die Schüler aus. Die 2er, was sehr selten war, weil wir einen hohen Anspruch hatten, wurden einzeln nach vorne gerufen und beklatscht. Nachdem diese verteilt waren und in den Jahren vorher nur Eugen es schaffte eine 1 zu erlangen, dieser diesmal aber eine 2 erhielt, war ich etwas nervös, dass meine Arbeit vielleicht verschütt gegangen sei oder im Stapel der 3-6er verteilt wurde und bei einem anderen Schüler nun lag.
Der Rektor schaute mich ernst an: "Held, du siehst du unsicher aus. Was ist los?". Ich: "meine Arbeit habe ich noch nicht.". Er grinste und mit soltzer und lauter Stimme verkündete er: "Stimmt. Denn der einzige, der die Abschlussprüfung mit 110% - auf Grund der freiwilligen Zusatzaufgabe - erreichte ist: Held. Er hat als einziger jedes Ergebnis ausnahmslos richtig, selbst wenn die Lösungswege teilweise nicht zu Ende bearbeitet wurden oder Fehler beinhalteten.". Ich bin fast vom Stuhl gefallen und habe mich gefreut wie verrückt.
So...Eigenlob stinkt, aber ich wollte diese Geschichte mal los werden.
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Donnerstag, 3. März 2016
Was wenn die Paranoia durschlägt?
Nun bin ich ja seit Jahren leicht paranoid, habe das ganze aber recht gut im Griff.
Vor einigen Monaten ist mir nun mit Mord gedroht worden. Das ist tatsächlich eine ernste Drohung gewesen und das Vorgehen wurde auch bereits mit bleibendem Schaden durch einen scharfen Gegenstand an Möbeln simuliert. Psychologisch ist eine Drohung und eine Simulation im übrigen ein ganz massiver Unterschied. Bei dieser Drohung war es nun nicht so, dass ich mich hätte erwehren können - körperlich sicherlich, aber psychisch hätte ich es nicht gebracht. Ich habe dann eilig die Flucht ergriffen.
Das ganze hat dann ein Trauma bei mir ausgelöst und es ist erstaunlich wie sich sowas äußert. Ich habe bis zu 15km Umweg mit meinem Auto in Kauf genommen, um nicht auf die Täterin auf der Straße zu treffen. Aus Angst. Ich wusste nicht wozu sie alles in der Lage gewesen wäre.
In den Räumen, in denen ich schlafe, musste ich die Tür abschließen. Sonst bekomme ich kein Auge zu. Auch die Fenster müssen geschlossen bleiben.
Wenn ich im Dunkeln unterwegs bin, muss ich eine Taschenlampe dabei haben.
Die neue Wohnung, die ich mit gesucht habe durfte nicht im Erdgeschoss sein. Einfach, weil man da zu leicht einbrechen kann. Außerdem musste wenigstens 1-2 weitere Parteien darin wohnen, dass falls etwas passiert Hilfe in der Nähe ist. Auch wollte ich einen Türspion und Gegensprechanlage, um eine weitere Sicherheit an der Tür zu haben.
Eine ganze Weile hatte ich auch starke Schwierigkeiten mit Witzen, die um Mord&Totschlag gehen, aber die kann ich jetzt auch schon wieder welche machen.
Auch wenn ich das Trauma mit professioneller Hilfe aufgearbeitet habe - bis ich diese Marotten abgelegt habe wird es wohl noch eine Weile dauern. Aber solange ich diese Stütze brauche, werde ich sie nehmen.
Vor einigen Monaten ist mir nun mit Mord gedroht worden. Das ist tatsächlich eine ernste Drohung gewesen und das Vorgehen wurde auch bereits mit bleibendem Schaden durch einen scharfen Gegenstand an Möbeln simuliert. Psychologisch ist eine Drohung und eine Simulation im übrigen ein ganz massiver Unterschied. Bei dieser Drohung war es nun nicht so, dass ich mich hätte erwehren können - körperlich sicherlich, aber psychisch hätte ich es nicht gebracht. Ich habe dann eilig die Flucht ergriffen.
Das ganze hat dann ein Trauma bei mir ausgelöst und es ist erstaunlich wie sich sowas äußert. Ich habe bis zu 15km Umweg mit meinem Auto in Kauf genommen, um nicht auf die Täterin auf der Straße zu treffen. Aus Angst. Ich wusste nicht wozu sie alles in der Lage gewesen wäre.
In den Räumen, in denen ich schlafe, musste ich die Tür abschließen. Sonst bekomme ich kein Auge zu. Auch die Fenster müssen geschlossen bleiben.
Wenn ich im Dunkeln unterwegs bin, muss ich eine Taschenlampe dabei haben.
Die neue Wohnung, die ich mit gesucht habe durfte nicht im Erdgeschoss sein. Einfach, weil man da zu leicht einbrechen kann. Außerdem musste wenigstens 1-2 weitere Parteien darin wohnen, dass falls etwas passiert Hilfe in der Nähe ist. Auch wollte ich einen Türspion und Gegensprechanlage, um eine weitere Sicherheit an der Tür zu haben.
Eine ganze Weile hatte ich auch starke Schwierigkeiten mit Witzen, die um Mord&Totschlag gehen, aber die kann ich jetzt auch schon wieder welche machen.
Auch wenn ich das Trauma mit professioneller Hilfe aufgearbeitet habe - bis ich diese Marotten abgelegt habe wird es wohl noch eine Weile dauern. Aber solange ich diese Stütze brauche, werde ich sie nehmen.
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Montag, 28. September 2015
Stehaufmännchen
Ich bin ja irgendwie ein kleines Stehaufmännchen.
Egal was kommt, ich stehe immer wieder auf. Das war zwar nicht immer so, aber mittlerweile...
Jeden Morgen, wenn ich aufstehe sehe ich neue Chancen die Welt zu verbessern und einen tollen Tag zu verbringen. Probleme vom Vortag sind mir häufig fremd. Ein Arzt sagte mir mal ich hätte einen nahezu komatösen Schlaf. Das ist tatsächlich so. Neben mir kann die Hölle los sein, sofern es mich nichts angeht oder ich verantwortlich bin - schlafe ich. Im Schlaf verarbeitet der Mensch ja Eindrücke - je tiefer der Schlaf, desto mehr arbeitet das Gehirn. Das heißt ich bewältige im Schlaf eine ganze Menge. Auch ein Grund, warum ich wenig an meinem Schlafrythmus rüttel und mich auch gegen den Versuch des Lucid Dreaming entschieden habe.
Oftmals vergesse ich auch unwichtige Dinge. Was ich gegessen habe, welchen Gegenstand ich wohin gelegt habe - sofern es kein ungewöhnlicher Ort für den Gegenstand ist. Der Schraubendreher auf dem Kopfteil des Bettes ist ungewöhnlich, soll mich daran erinnern etwas zu reparieren und würde nicht vergessen werden. Ob das Babyphon nun auf der Heizung oder 60cm höher auf der Fensterbank steht - das ist unwichtig, es steht im gleichen Raum indem wir schlafen.
Aber auch andere Dinge vergesse ich, Streitpunkte, sofern ich für mich beschließe, dass sie nicht weiter wichtig sind. Ich bin kein sehr nachtragender Mensch, allerdings gibt es Dinge, die ich dabei nicht vergesse. Schwere Enttäuschungen oder Verletzungen z.B. - wobei davon schon eine ganze Reihe auftauchen müssen, um mich tiefgründig zu bewegen. Es ist mir schon vorgekommen, dass jemand auf mich sauer war, weil irgendwas am Vortag geschehen war. Ich war mir bewusst, dass am Vortag etwas im argen war, aber was? und warum?
Sherlock Holmes meinte einst (sinngemäß), dass man sein Gehirn nicht mit unsinnigen Dingen belassten soll. Mittlerweile wissen wir, dass das Gehirn zwar unzählige Informationen speichern kann und die Kapazität in einem Menschenleben nicht überschritten werden kann (man nehme mal Leute mit fotografischem Gedächtnis), aber dennoch scheint es mir eine sinnvolle Methode zu sein. Sich nicht alles zu merken bzw. merken zu müssen, sondern sich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren.
Ich habe mehrere ToDo-Listen z.B. alles was im Haus zu tun ist hängt in der Küche - verschwindet ein Zettel von dort, fällt es mir schwer dies zu bemerken und nahezu unmöglich dessen Inhalt aus meinen grauen Zellen hervor zu bringen. Einfach weil ich mein Gehirn entlastet habe.
Meine Amazon-Watchlist und eine Notiz auf meinem Handy zeigen mir, welche Filme und Serien ich umgedingt mal sehen wollte.
Eine Reihe von Bildern, die mich inspirieren bestimmte Dinge zu vollbringen finden sich auf meinem Handy und einer externen Festplatte.
Auf der Arbeit regeln mein Kalender, ToDo-Listen und mein Mail-Postfach, dass ich nichts wichtiges vergesse.
Unterwegs benutze ich fast immer mein Navi, selbst bei dem routinierten Weg zur Arbeit, damit ich im Zweifelsfall doch keine Ausfahrt verpasse, wenn ich mal zu sehr auf das Hörbuch höre.
Ihr seht, ich entledige mich schon einer Menge Dinge, damit ich sie mir nicht aktiv merken muss. Manchmal bemerkt man, dass ich vergesslich sei. Aber bin ich das wirklich? Oder war mir der Umstand zu dem Zeitpunkt einfach nicht wichtig genug? Oder war es zwar wichtig, aber ein anderer Umstand verhinderte, dass ich die Wichtigkeit erkenne?
Egal was kommt, ich stehe immer wieder auf. Das war zwar nicht immer so, aber mittlerweile...
Jeden Morgen, wenn ich aufstehe sehe ich neue Chancen die Welt zu verbessern und einen tollen Tag zu verbringen. Probleme vom Vortag sind mir häufig fremd. Ein Arzt sagte mir mal ich hätte einen nahezu komatösen Schlaf. Das ist tatsächlich so. Neben mir kann die Hölle los sein, sofern es mich nichts angeht oder ich verantwortlich bin - schlafe ich. Im Schlaf verarbeitet der Mensch ja Eindrücke - je tiefer der Schlaf, desto mehr arbeitet das Gehirn. Das heißt ich bewältige im Schlaf eine ganze Menge. Auch ein Grund, warum ich wenig an meinem Schlafrythmus rüttel und mich auch gegen den Versuch des Lucid Dreaming entschieden habe.
Oftmals vergesse ich auch unwichtige Dinge. Was ich gegessen habe, welchen Gegenstand ich wohin gelegt habe - sofern es kein ungewöhnlicher Ort für den Gegenstand ist. Der Schraubendreher auf dem Kopfteil des Bettes ist ungewöhnlich, soll mich daran erinnern etwas zu reparieren und würde nicht vergessen werden. Ob das Babyphon nun auf der Heizung oder 60cm höher auf der Fensterbank steht - das ist unwichtig, es steht im gleichen Raum indem wir schlafen.
Aber auch andere Dinge vergesse ich, Streitpunkte, sofern ich für mich beschließe, dass sie nicht weiter wichtig sind. Ich bin kein sehr nachtragender Mensch, allerdings gibt es Dinge, die ich dabei nicht vergesse. Schwere Enttäuschungen oder Verletzungen z.B. - wobei davon schon eine ganze Reihe auftauchen müssen, um mich tiefgründig zu bewegen. Es ist mir schon vorgekommen, dass jemand auf mich sauer war, weil irgendwas am Vortag geschehen war. Ich war mir bewusst, dass am Vortag etwas im argen war, aber was? und warum?
Sherlock Holmes meinte einst (sinngemäß), dass man sein Gehirn nicht mit unsinnigen Dingen belassten soll. Mittlerweile wissen wir, dass das Gehirn zwar unzählige Informationen speichern kann und die Kapazität in einem Menschenleben nicht überschritten werden kann (man nehme mal Leute mit fotografischem Gedächtnis), aber dennoch scheint es mir eine sinnvolle Methode zu sein. Sich nicht alles zu merken bzw. merken zu müssen, sondern sich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren.
Ich habe mehrere ToDo-Listen z.B. alles was im Haus zu tun ist hängt in der Küche - verschwindet ein Zettel von dort, fällt es mir schwer dies zu bemerken und nahezu unmöglich dessen Inhalt aus meinen grauen Zellen hervor zu bringen. Einfach weil ich mein Gehirn entlastet habe.
Meine Amazon-Watchlist und eine Notiz auf meinem Handy zeigen mir, welche Filme und Serien ich umgedingt mal sehen wollte.
Eine Reihe von Bildern, die mich inspirieren bestimmte Dinge zu vollbringen finden sich auf meinem Handy und einer externen Festplatte.
Auf der Arbeit regeln mein Kalender, ToDo-Listen und mein Mail-Postfach, dass ich nichts wichtiges vergesse.
Unterwegs benutze ich fast immer mein Navi, selbst bei dem routinierten Weg zur Arbeit, damit ich im Zweifelsfall doch keine Ausfahrt verpasse, wenn ich mal zu sehr auf das Hörbuch höre.
Ihr seht, ich entledige mich schon einer Menge Dinge, damit ich sie mir nicht aktiv merken muss. Manchmal bemerkt man, dass ich vergesslich sei. Aber bin ich das wirklich? Oder war mir der Umstand zu dem Zeitpunkt einfach nicht wichtig genug? Oder war es zwar wichtig, aber ein anderer Umstand verhinderte, dass ich die Wichtigkeit erkenne?
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Dienstag, 15. September 2015
Die clevern Mädels von heute
Neulich beim Einkauf im Supermarkt ist mir eine sehr lustige Geschichte passiert.
Dort waren 2 Mädels, maximal 8 oder 9 Jahre alt. Sie hatten freudig Eier entdeckt, die bunt bemalt sind. Warum auch immer unser Markt diese das ganze Jahr über führt ist mir unklar, aber die beiden freuten sich riesig darüber. Die Mutter, recht verbraucht aussehend und sichtlich genervt stand daneben. Die beiden fragten, ob sie die Eier haben könnten. Darauf die Mutter: "nervt mich nicht und lasst mich mal in Ruhe!", und schob den Einkaufswagen weg. Die Mädchen schauten sich an, darauf eine: "War das nun ein 'nein'?", die andere antwortete: "Sie hat nur gesagt wir sollen sie in Ruhe lassen". Jedes der Mädchen schnappte sich eine Packung von je 6 Eiern und hopsten der Mutter hinterher.
Ich habe das so gefeiert! Clever! Einfach clever. Wenn die Mutter sich nicht die Mühe machen will, dann muss sie eben mit den Konsequenzen leben. Mir auch egal in welcher persönlichen Verfassung sie sich gerade befand. Ich weiß mittlerweile selbst wie schwer es ist seinem Kind immer gerecht zu werden. Ich bin auch nicht perfekt und werde sicherlich die ein oder andere Fehlentscheidung treffen mit deren Konsequenzen ich zu rechnen habe.
Bei meinen Eltern sind mir auch "Fehler" aufgefallen, gerade seit ich mich selbst mit dem Eltern-Sein beschäftige. Aber ich verurteile da nichts. Sie hatten sicherlich ihre Gründe und wir sind alle nur Menschen. Ich habe einige Defizite anerzogen bekommen, dem bin ich mir bewusst. Auch war ich eine Zeit lang sehr sauer auf das was ich da unfreiwillig als Päckchen mitbekommen habe. Teilweise aus übertriebener Liebe. Rückblickend liegt es aber an mir, was ich daraus mache. Ich habe das Päckchen gut ausgemistet und kann nun erkennen, dass darin von meinen Eltern auch viel Gutes und viel Liebe gesteckt wurde, wofür ich auch sehr dankbar bin.
Dort waren 2 Mädels, maximal 8 oder 9 Jahre alt. Sie hatten freudig Eier entdeckt, die bunt bemalt sind. Warum auch immer unser Markt diese das ganze Jahr über führt ist mir unklar, aber die beiden freuten sich riesig darüber. Die Mutter, recht verbraucht aussehend und sichtlich genervt stand daneben. Die beiden fragten, ob sie die Eier haben könnten. Darauf die Mutter: "nervt mich nicht und lasst mich mal in Ruhe!", und schob den Einkaufswagen weg. Die Mädchen schauten sich an, darauf eine: "War das nun ein 'nein'?", die andere antwortete: "Sie hat nur gesagt wir sollen sie in Ruhe lassen". Jedes der Mädchen schnappte sich eine Packung von je 6 Eiern und hopsten der Mutter hinterher.
Ich habe das so gefeiert! Clever! Einfach clever. Wenn die Mutter sich nicht die Mühe machen will, dann muss sie eben mit den Konsequenzen leben. Mir auch egal in welcher persönlichen Verfassung sie sich gerade befand. Ich weiß mittlerweile selbst wie schwer es ist seinem Kind immer gerecht zu werden. Ich bin auch nicht perfekt und werde sicherlich die ein oder andere Fehlentscheidung treffen mit deren Konsequenzen ich zu rechnen habe.
Bei meinen Eltern sind mir auch "Fehler" aufgefallen, gerade seit ich mich selbst mit dem Eltern-Sein beschäftige. Aber ich verurteile da nichts. Sie hatten sicherlich ihre Gründe und wir sind alle nur Menschen. Ich habe einige Defizite anerzogen bekommen, dem bin ich mir bewusst. Auch war ich eine Zeit lang sehr sauer auf das was ich da unfreiwillig als Päckchen mitbekommen habe. Teilweise aus übertriebener Liebe. Rückblickend liegt es aber an mir, was ich daraus mache. Ich habe das Päckchen gut ausgemistet und kann nun erkennen, dass darin von meinen Eltern auch viel Gutes und viel Liebe gesteckt wurde, wofür ich auch sehr dankbar bin.
Mittwoch, 10. Dezember 2014
Dein Vater ist ein Nerd!
...was soll da schon schief gehen?
Die musikalische Vorprägung ist nach drei Monaten nun im vollen Gange. Er wird durch denStar Wars Soundtrack klassische Musik von John Williams vorbereitet für die hohen Gitarrenklänge von Heavy Metal Bands Musikkünste. Auch beim Beruhigen wird der imperiale Marsch gesummt. Als Gute-Nacht-Lieder gibt es Titelmusiken diverser Zeichentricksendungen wie He-Man, Spiderman, Batman oder die Teenage Mutant Ninja Turtles altbekannte Lieder. Die zu erlernenden Bewegungsabläufe werden ebenfalls fleißig mit "HULK SMASH!" o.Ä. kommentiert. Der Teddybär die Geschichte von Star Wars auswendig kennt und erzählt.
Wenn das Kind im Tragegeschirr getragen wird verhält sich der Papa wie einMechwarrior verantwortungsbewusster, stolzer Mann.
Schwingt er in der Küche den Schnitzelklopferhammerflüstert er ihm leise zu: "Whosoever holds this hammer, if he be worthy, shall possess he power of Schnitzel".
Schwierig wird es nur werden, wenn der Papa die tolleren und seltenen Spielfiguren in seinem Zimmer nicht rausrücken will und er die Geschichten von Comicfiguren kennt, die bereits zwei Generationen alt sind. Oder er den Controller 1 für sich beansprucht - aber da kommen wir erst hin.
Die musikalische Vorprägung ist nach drei Monaten nun im vollen Gange. Er wird durch den
Wenn das Kind im Tragegeschirr getragen wird verhält sich der Papa wie ein
Schwingt er in der Küche den Schnitzelklopferhammer
Schwierig wird es nur werden, wenn der Papa die tolleren und seltenen Spielfiguren in seinem Zimmer nicht rausrücken will und er die Geschichten von Comicfiguren kennt, die bereits zwei Generationen alt sind. Oder er den Controller 1 für sich beansprucht - aber da kommen wir erst hin.
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Donnerstag, 12. Dezember 2013
Anti-Bell-Halsband und was tun bei solchen Hundebesitzern?
Vor kurzem ist mir bei facebook ein Foto eines Bekannten in die Timeline gerutscht von einem Hund mit Anti-Bell-Halsband. Es war so eines zum Sprayen, welches per Fernbedienung ausgelöst werden kann. Diese Dinger gibt es ja zu Hauf. Amazon, Zooplus und viele andere namenhafte Läden verkaufen diese Halsbänder. Wenn man mal die Bewertungen auf diesen Seiten anschaut, dann erkennt man allerdings auch mal ganz schnell die Intelligenz dieser Anwender.
Warum kaufen Menschen diese Halsbänder? Sie haben ein Problem: ihr Hund bellt. Wie löst man das Problem? Man therapiert den Hund mit Sprays, Stromstößen und lauten Pieptönen oder Zisch-Lauten aus Halsbändern.
Was ist das Ergebnis? Vehaltensgestörte Hunde, die nicht ihrem natürlichen Instinkt des Laut-Gebens nachgehen können. Wie soll sich denn ein solcher Hund bei einem Ernstfall bitte noch äußern oder reagieren? Tja...und da wundern sich Leute warum Hunde anfangen zu beißen. Aber auch dafür hat der Mensch ja was erfunden - einschläfern oder Tierheim.
Wo ist denn eigentlich das Problem? Der Hund bellt! Aber das ist nicht das Problem. Man sollte sich mal fragen warum der Hund bellt. "Wenn es klingelt." - ja klar. Alle im Hause springen auf und rennen zur Tür und begrüßen denjenigen davor. Da will der Hund als Rudelmitglied natürlich dabei sein und um sicher zu gehen, dass das ganze Rudel mitkommt wird eben was? Gebellt!. "Wenn einer an der Tür oder dem Garten vorbei geht." ...ja das ist ja immerhin auch das Revier des Hundes. Natürlich will er dies und seine Familie die darauf lebt verteidigen und macht mal fix eine Ansage, dass er gerade aufpasst. Da braucht man viel Geduld und Spucke dem Hund seine Reviergrenze zu zeigen und wann er nicht bellen braucht. Laufen dann aber seltsame Gestalten oder randalierende Jugendliche am Haus vorbei....ja dann soll er bellen? Wird der Zwispalt langsam klar?
Wie war das nun bei meinem Freund und dem Gasthund? Ich hatte gleich mal nachgefragt... "weil die Katzen da sind." - stimmt mein Freund hat Katzen, einige sogar. Und dieser kleine Terrier hat nun ein Problem damit. Also wir haben selbst 2 Hunde die mit Katzen klar kommen und unzählige im Bekanntenkreis, die das auch können. Das ist jetzt nicht so selten. Terrier...schwieriger aber kein Unding. Katzen die mit Hunden klarkommen ist dann doch oft schon seltener, aber wenn der Hund im Hause sie nicht angeht gehen die meisten Katzen dem großen haarigen Monster aus dem Weg. Warum muss der Hund denn nun mit einem Spray-Halsband erzogen werden? Kann der kein "Nein!" oder "Aus!"? Na klar muss man das vielleicht ein paar Mal machen und den Hund auch mal ne Weile halten oder dazu befehligen Sitz/Platz zu machen, bis er es auch verstanden hat, dass die Katzen ihn nichts angehen. Aber da kommt dann mit stolzer Brust die Antwort: "Jetzt trägt er das Ding nur noch als Dummy, denn nach bereits 2x Sprühen hat er es verstanden.". Ganz ehrlich? Wenn der Hund so clever ist das nach 2x Sprühen zu checken, dann versteht er es auch nach spätestens 6x Sitz!
Zurück zu der Intelligenz der Anti-Bell-Halsband-Benutzer. In den Produktbewertungen klangen sie allesamt recht hohl. Aber diese Freundin war Arzthelferin in einer Tierärztlichen Klinik! Bitte WTF?! Wenn die schon keine Ahnung davon haben...was zur Hölle machen die dann mit Tieren die zur OP oder anderweitiger Narkose in der Klinik bleiben? Und was wenn die da bellen?
Sollte mir mal jemand mit einem solchen Halsband am Hund entgegen kommen, dann glaube ich weiß ich nicht wie ich reagieren würde. Ich bin ja eigentlich ein sehr ruhiger und gefasster Mensch, aber bei sowas hört es echt auf. Ich male mir die Situation mal aus:
Der Held geht mit der Heldin spazieren und die Hunde sind auch dabei, wir begegnen einem anderem Herrchen und die Hunde wollen allesamt mal klarstellen wer hier nun der Boss auf dem 3 Meter breiten Spazierweg sind. Das andere Herrchen klickt fix mal auf eine Fernbedienung und sein Hund zuckt zusammen, weil er gerade eine Ladung Spray in die Nase oder einen Stromstoss in den Hals bekommen hat. Ich gehe zum Herrchen herüber und pfeife ihn an, was das soll. Sofern er ein Widerwort hat scheuer ich ihm eine. Was meint ihr wieviele Schocks/Backpfeifen dieses Herrchen brauch um zu verstehen was ich ihm gerade beibringe? Ich wette der Hund bräuchte weniger.
Alternativ kann man sich auch vor's Herrchen stellen und laut "Sitz!" in sein Gesicht brüllen. Könnte interessant enden. Oder man tasert das Herrchen wie er seinen Hund. Wenn es nur Spray ist würde es eine Wasserspritze oder Pfefferspray auch tun?
Im Übrigen sind all diese Halsbänder seit 2007 in Österreich bereits verboten ...und die sind uns was Tierschutz angeht einiges voraus. Aber der Durchschnitts-Deutsche braucht eben etwas länger - Verschwörungstheorie: das hängt mit dem Niveau von RTL zusammen.
Warum kaufen Menschen diese Halsbänder? Sie haben ein Problem: ihr Hund bellt. Wie löst man das Problem? Man therapiert den Hund mit Sprays, Stromstößen und lauten Pieptönen oder Zisch-Lauten aus Halsbändern.
Was ist das Ergebnis? Vehaltensgestörte Hunde, die nicht ihrem natürlichen Instinkt des Laut-Gebens nachgehen können. Wie soll sich denn ein solcher Hund bei einem Ernstfall bitte noch äußern oder reagieren? Tja...und da wundern sich Leute warum Hunde anfangen zu beißen. Aber auch dafür hat der Mensch ja was erfunden - einschläfern oder Tierheim.
Wo ist denn eigentlich das Problem? Der Hund bellt! Aber das ist nicht das Problem. Man sollte sich mal fragen warum der Hund bellt. "Wenn es klingelt." - ja klar. Alle im Hause springen auf und rennen zur Tür und begrüßen denjenigen davor. Da will der Hund als Rudelmitglied natürlich dabei sein und um sicher zu gehen, dass das ganze Rudel mitkommt wird eben was? Gebellt!. "Wenn einer an der Tür oder dem Garten vorbei geht." ...ja das ist ja immerhin auch das Revier des Hundes. Natürlich will er dies und seine Familie die darauf lebt verteidigen und macht mal fix eine Ansage, dass er gerade aufpasst. Da braucht man viel Geduld und Spucke dem Hund seine Reviergrenze zu zeigen und wann er nicht bellen braucht. Laufen dann aber seltsame Gestalten oder randalierende Jugendliche am Haus vorbei....ja dann soll er bellen? Wird der Zwispalt langsam klar?
Wie war das nun bei meinem Freund und dem Gasthund? Ich hatte gleich mal nachgefragt... "weil die Katzen da sind." - stimmt mein Freund hat Katzen, einige sogar. Und dieser kleine Terrier hat nun ein Problem damit. Also wir haben selbst 2 Hunde die mit Katzen klar kommen und unzählige im Bekanntenkreis, die das auch können. Das ist jetzt nicht so selten. Terrier...schwieriger aber kein Unding. Katzen die mit Hunden klarkommen ist dann doch oft schon seltener, aber wenn der Hund im Hause sie nicht angeht gehen die meisten Katzen dem großen haarigen Monster aus dem Weg. Warum muss der Hund denn nun mit einem Spray-Halsband erzogen werden? Kann der kein "Nein!" oder "Aus!"? Na klar muss man das vielleicht ein paar Mal machen und den Hund auch mal ne Weile halten oder dazu befehligen Sitz/Platz zu machen, bis er es auch verstanden hat, dass die Katzen ihn nichts angehen. Aber da kommt dann mit stolzer Brust die Antwort: "Jetzt trägt er das Ding nur noch als Dummy, denn nach bereits 2x Sprühen hat er es verstanden.". Ganz ehrlich? Wenn der Hund so clever ist das nach 2x Sprühen zu checken, dann versteht er es auch nach spätestens 6x Sitz!
Zurück zu der Intelligenz der Anti-Bell-Halsband-Benutzer. In den Produktbewertungen klangen sie allesamt recht hohl. Aber diese Freundin war Arzthelferin in einer Tierärztlichen Klinik! Bitte WTF?! Wenn die schon keine Ahnung davon haben...was zur Hölle machen die dann mit Tieren die zur OP oder anderweitiger Narkose in der Klinik bleiben? Und was wenn die da bellen?
Sollte mir mal jemand mit einem solchen Halsband am Hund entgegen kommen, dann glaube ich weiß ich nicht wie ich reagieren würde. Ich bin ja eigentlich ein sehr ruhiger und gefasster Mensch, aber bei sowas hört es echt auf. Ich male mir die Situation mal aus:
Der Held geht mit der Heldin spazieren und die Hunde sind auch dabei, wir begegnen einem anderem Herrchen und die Hunde wollen allesamt mal klarstellen wer hier nun der Boss auf dem 3 Meter breiten Spazierweg sind. Das andere Herrchen klickt fix mal auf eine Fernbedienung und sein Hund zuckt zusammen, weil er gerade eine Ladung Spray in die Nase oder einen Stromstoss in den Hals bekommen hat. Ich gehe zum Herrchen herüber und pfeife ihn an, was das soll. Sofern er ein Widerwort hat scheuer ich ihm eine. Was meint ihr wieviele Schocks/Backpfeifen dieses Herrchen brauch um zu verstehen was ich ihm gerade beibringe? Ich wette der Hund bräuchte weniger.
Alternativ kann man sich auch vor's Herrchen stellen und laut "Sitz!" in sein Gesicht brüllen. Könnte interessant enden. Oder man tasert das Herrchen wie er seinen Hund. Wenn es nur Spray ist würde es eine Wasserspritze oder Pfefferspray auch tun?
Im Übrigen sind all diese Halsbänder seit 2007 in Österreich bereits verboten ...und die sind uns was Tierschutz angeht einiges voraus. Aber der Durchschnitts-Deutsche braucht eben etwas länger - Verschwörungstheorie: das hängt mit dem Niveau von RTL zusammen.
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Mittwoch, 27. November 2013
Die ollen Bayern halt!
Nai, hoit geht's moa niet um Fussball, soandern um den Dialekt. I wois, ma bayrisch is unter oaller Sau, oaber des macht nischt. Wenn da jetzt irgendein Bayern-Burschl bei mia woas zu meckrn hoat, dann solla halt herkomme.
Also. I höar ja oft Hörbücher, meist schlaue, ab und an ma oan Roman. So bin i vor etwa einem Jahr auf das Hörbuch "Dampfnudelblues" von da Rita Falz gestoßen. Gelesen von dem Christian Tramitz, der moacht des richtig guat. Des ist scho a feiner Burschl - den versteh sogar selbst ich. Nu bin i, passend zur Jahreszeit, auf den Band "Winterkartoffelknödel" gestoßen. Das erste Buch woar scho sehr genial, das zweite hinkt nu etwas hinterher. Im gro geht es darum, dass der Eberhofer, Franzl als Dorfscherriff jeweils einen seltsamen Fall uafkläre muss. Dabei stellt er sich so sau dumm an, dass er halt imma zu neuen Details kommt. Auch ist er nicht geroade zimperli woas sei Schießeisen angeht - er ist halt eher so a Kleinstadtrambo. Des tolle an diesen Büchern is die guate Stimmung. Es ist so typisch authentisch Deutsch mit vielen Macken von den Darstellern. Wenn der Franzl zur Oma in die Küche kommt, wo der Papa liest und die Oma die Semmelknödel kocht, da kannst das Essen quasi riechen. Oach die imma wieder auftauchenden Rollenklischees sind guat. Der Simmel mit seinem verzogenen Balg, die Susi aus dem Verwaltungsbüro, der Birkenberger, Rudi, der Hund Ludwig (der auch gern ma a Leiche markiert) und de Wolfi aus der Dorfkneipfe, der regelmäßig für a guates Bier besucht werden muss.
I genieß die Bücher sehr, selbst als Norddeutscher und empfehle sie weiter. Die sind wirklich sau-guat!
Also. I höar ja oft Hörbücher, meist schlaue, ab und an ma oan Roman. So bin i vor etwa einem Jahr auf das Hörbuch "Dampfnudelblues" von da Rita Falz gestoßen. Gelesen von dem Christian Tramitz, der moacht des richtig guat. Des ist scho a feiner Burschl - den versteh sogar selbst ich. Nu bin i, passend zur Jahreszeit, auf den Band "Winterkartoffelknödel" gestoßen. Das erste Buch woar scho sehr genial, das zweite hinkt nu etwas hinterher. Im gro geht es darum, dass der Eberhofer, Franzl als Dorfscherriff jeweils einen seltsamen Fall uafkläre muss. Dabei stellt er sich so sau dumm an, dass er halt imma zu neuen Details kommt. Auch ist er nicht geroade zimperli woas sei Schießeisen angeht - er ist halt eher so a Kleinstadtrambo. Des tolle an diesen Büchern is die guate Stimmung. Es ist so typisch authentisch Deutsch mit vielen Macken von den Darstellern. Wenn der Franzl zur Oma in die Küche kommt, wo der Papa liest und die Oma die Semmelknödel kocht, da kannst das Essen quasi riechen. Oach die imma wieder auftauchenden Rollenklischees sind guat. Der Simmel mit seinem verzogenen Balg, die Susi aus dem Verwaltungsbüro, der Birkenberger, Rudi, der Hund Ludwig (der auch gern ma a Leiche markiert) und de Wolfi aus der Dorfkneipfe, der regelmäßig für a guates Bier besucht werden muss.
I genieß die Bücher sehr, selbst als Norddeutscher und empfehle sie weiter. Die sind wirklich sau-guat!
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Dienstag, 10. September 2013
Addicted
WOW. Oder besser doch WoW?
Ich bin gerade über einer meiner Geek-Seiten, die ich regelmäßig besuche, auf ein Youtube-Video gestoßen. IRL 2.0. Es ist eine Überarbeitung bzw. Erweiterung (blödes Wortspiel) vom IRL-Video des gleichen Machers. Ich hatte IRL früher schon gesehen und hielt es für ein simples "Ich habe meine WoW-Sucht bezwungen"-Video. Aber es steckte mehr dahinter, wie man im neuen Video sehen kann.
Ich kenne eine Menge Leute aus MMORPGs, die sich sehr dort einbringen. Jeder von Ihnen ist fest der Überzeugung, dass es keine Sucht ist, was sie dort betreiben - sie hätten nur außerordentlich Spaß daran. 150 Pets zu haben ist kein Spaß mehr. 90% aller Archievements unlocked...das ist kein Spaß mehr. Alle Charakterslots auf Maximallevel-Chars zu haben...das ist kein Spaß mehr!
Von den Hardcore-Spielern die ich kenne hat nur einer seine Sucht angegangen und tatsächlich für 2 Jahre aufgehört. Dann ist er dank eines neuen MMORPGs rückfällig geworden und fast so aktiv wie früher.
Ich selbst war auch eine kurze Zeit lang süchtig. Habe 2-3 Abende/Tage die Woche damit verbracht mit Online-Freunden, statt realen Freunden was zu erleben. Sicherlich hat es Spaß gemacht, aber...wenn man zurückblickt...was hat man da? Eine virtuelle personalisierte und imba gepimpte Axt mit eigenem Unique-Namen,....die heute 3 Jahre später nichts mehr Wert ist, da 3 Spielerweiterungen später die Gegner so stark sind, dass diese übermächtige Axt wirkt wie ein Zahnstocher.
Ich bin froh Spiele und MMORPGs entspannt spielen zu können. Das Jahres-Abo tut zwar immer weh bei der Kontoführung, aber nicht so sehr, dass ich konstant etwas dafür erwarte.
Noch heute hoffe ich, dass meine Hardcore-Spielerfreunde die Balance zwischen realem Leben und Spiel finden. Sich selbst zu Liebe.
IRL 2.0:
IRL - Original: http://www.youtube.com/watch?v=jrKjNwejhfg
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Star Wars
Mittwoch, 14. August 2013
man kann nicht jeden Tag ein Held sein
Es gibt einfach Tage und Zeiten an denen man nicht die Energie hat. Die persönliche Lage erlaubt es einem nicht das Interesse bzw. das Gemeinwohl zu achten. Es gelingt einem nicht verständnisvoll zu sein, die Menschen im Umfeld zu verstehen und schon gar nicht sich selbst zu reflektieren.
Es ist nicht genug Energie da seine eigenen Probleme zu lösen, heldenhaft die Brust heraus zu strecken und sich schützend vor andere zu stellen.
Aber auch diese Zeiten gehen vorbei.
Es ist nicht genug Energie da seine eigenen Probleme zu lösen, heldenhaft die Brust heraus zu strecken und sich schützend vor andere zu stellen.
Aber auch diese Zeiten gehen vorbei.
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