Posts mit dem Label warum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label warum werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 26. Mai 2017

Vatertag - oder die Osmose zur Mutter

Am gestrigen Vatertag war ich mit Freunden unterwegs. Geladen mit einer schieren Unmenge an Testosteron und einem definitiven Mangel an Leptin. Folglich wurde äußerst maskulin rumgeblökt und sarkastische Sprüche an den Kopf gekloppt. Der Leptinmangel äußerte sich in einem wahnsinnigen Bewegungsdrang. Ich war den ganzen Tag aufgedreht, musste mich bewegen und daher war der Plan eine Tour mit dem Rad zu machen hervorragend. Kurzum: es war ein echt saugeiler Tag mit einer Menge Spaß und Action.
Nun aber zur Osmose... bei einer Runde am Abend mit gemeinschaftlichem Biergenuss (übrigens sehr männlich und ursprünglich) gab es auch Diskussionen.
Und zwar müssen wir ja von Jungen zu Männern heranreifen. Einige Kulturen haben dafür feste Rituale und somit ist die Wandlung abgeschlossen und definiert. Hier in unserer Kultur ist das auf keinen Fall so. Ein Abnabelungsprozess von der Kindheit, über die Jugend zum Mann dauert ewig. Ich denke ein Teil davon ist begründet, dass die typisch männlichen Tätigkeiten oft verurteilt und negativ belastet werden. Kerle gingen früher viel öfter abends in die Kneipe und tranken zusammen ein Bier. Sie zogen zusammen los und sahen sich irgendeinen Sport an oder betrieben ihn selbst - und zwar nicht der Fitness wegen, sondern wegen der Gemeinschaft. Das alles wird weniger. Der Mann wird softer, anschmiegsamer und trägt plötzlich Karottenhosen, um den Frauen zu gefallen. Da ist grundsätzlich nichts verwerfliches dran. Unsere Gesellschaft entwickelt sich zur Gleichheit zwischen Mann und Frau. Da darf die Frau auch mal mit einem Bier in der Hand eine Wand einreißen und der Kerl sich die Nägel pfeilen ohne, dass er/sie abwertend angesehen wird.
Was aber dadrunter leidet ist, so die Theorie des gestrigen Abends, die Abnabelung vom Jungen zur Mutter und zur Findung seiner selbst. Ganz ehrlich? Warum stehen so viele Frauen auf Arschlöcher? Weil es verdammte Alphatiere sind. Sie profilieren sich in der Gruppe und stechen definitiv hervor. Natürlich die ganz krassen, die einfach nur laut pöbeln und somit alles nicht so dominante unter sich begraben oder aber, das finde ich wesentlich eleganter, als Anführer, Motivator, Stimmungsmacher, Unterhalter. Auch so kann man zum Alpha werden.
Back to topic. Vatertag. Die Vatertagstour ist ein alter Brauch an dem Väter los zogen, um sich als Väter zu feiern. 364 Tage im Jahr ist heute üblicherweise ein Vater ein sorgender Papa (vielleicht auch ein paar Tage weniger, je Kerl). Aber an diesem Tag wird die Vaterrole ohne Kinder bestritten. Ganz ehrlich: ich als Kerl, der seinen Mini-Helden nur jedes zweite Wochenende sieht, würde diesen Tag auch mit meinem Sohn verbringen wollen und es wäre genauso schön. Ich genieße es aber auch gerne mit den Jungs um die Häuser zu ziehen.

Ich verliere immer wieder den roten Faden. Was hat es nun mit dem Brauch auf sich? Ich erinnere mich noch heute an einen Vatertag meiner frühen Kindheit. Mein Vater war nur 1x in meinem Leben auf einer Vatertagstour. Ansonsten hat er immer etwas mit der Familie gemacht. Aber warum erinnere ich mich so sehr an diesen einen Vatertag? Er wurde von Freunden aus Sportverein etc. mit einem Bollerwagen vor unserer Haustür verabschiedet. Es war eine illustre Truppe mit überschwänglich guter Laune, einem lustigen Bollerwagen voller Bier, dem sich mein Vater da anschloss. Er selbst grinste über beide Ohren, als sie ankamen. Dann verabschiedete er sich, bekam sein Bier und zog mit Ihnen die Straße hinunter auf ein Abenteuer. Als er abends zurück kam war er erheitert, am Lachen, Sonnenverbrand und in grandioser Stimmung. Ich habe mich so für meinen Vater gefreut. Er hatte eine tollen Tag mit Freunden, sie hatten so viel Spaß, dass er so viel gute Laune mit nach Hause brachte. Ich denke dies ist auch einer der Gründe, warum ich Vatertagstouren so sehr mag.
Auch ich habe bereits als Jugendlicher damit angefangen. Wir mussten uns eben ausprobieren und dieses Ritual erfahren - selbst wenn wir noch keine Väter waren. Ich denke es ist eine moderne Möglichkeit sich seine Freiheit als Mann zu erkämpfen. Der beschützenden Hand mal für einen Tag zu entkommen und sich auf sich selbst und seine Freunde zu verlassen. Dabei einen schönen und spannenden Tag zu erleben und das Leben zu genießen.

In diesem Sinne: genießt euer Leben, seht nicht alles immer zu streng und lasst auch aml die Fünfe gerade sein.

Wer mag erzählt mir doch wie ihr den Vatertag verbracht habt und wie ihr es mit diesem Brauch so seht.

Samstag, 1. April 2017

Lebensziele

Hier muss ich mal weiter ausholen. Wie schon im vergangenen Post kam dieses Thema bei meiner Montagssitzung bei meinem Freund auf. Wir haben beide einige Ratgeber-Bücher oder Persönlichkeitsbildenden-Bücher gelesen. In einem davon ging es darum wie man sein Leben leben will. Um das herauszukristalisieren solle man sich seine eigene Beerdigung vorstellen. Dort sollen 3 Leute etwas über den Verstorbenen erzählen - ein Kollege, ein Freund und ein Familienmitglied. Was sollen diese Personen von einem sagen? Wie war der Verstorbene zu Lebzeiten? Fleißig, immer da, liebend, aufopfernd, hilfbereit, zuvorkommend, aufmerksam, achtsam,.... da fallen einem viele Dinge ein, die man gerne hören möchte.
Ende der Übung ist sich Gedanken oder einen Plan zu machen was man tun muss, damit diese Personen eben genau das über einen sagen können! Und schon hast du deinen Lebensweg gestaltet.


Das sind jetzt aber nicht das was man im allgemeinen unter Ziele im Leben versteht. Vor 12 Jahren bin ich in eine Beziehung gestartet und teilte dort die Lebensziele mit der Ex-Heldin. Haus bauen, Baum pflanzen, Kind zeugen, alt werden. Okay...kam noch bissle was über die Jahre dazu: Hunde, das Traumauto (Mini Cooper - Ziel erfüllt). Es kommen auch einige kleinere Lebensziele dazu: Zertifikat für ein bestimmtes Lernthema erhalten, einen Job als Teamleiter bekommen, 20kg abnehmen ...sowas halt.


Nachdem ich nun quasi mit der Trennung alles verloren hatte und mir mein Therapeut damals knallhart ins Gesicht sagte: "Ja, Sie müssen sich neue Lebensziele suchen. Und das braucht Zeit!", war ich erstmal am Boden zerstört. Immerhin hatte ich über 10 Jahre daraufhin gearbeitet meine Ziele zu erreichen und nun stellte ich fest: futsch.
Da biste erstmal reichlich am Arsch.

Nun, das Leben geht weiter und alles organisiert sich neu. Es fiel mir nicht leicht das einzusehen, aber im derzeitigen Zustand habe ich keine Lebensziele. Ich bin komplett flexibel. Naja mit Abhängigkeit, dass ich weiterhin ein guter Vater bin. Aber ansonsten: Job? flexibel. Wohnort? recht flexibel. Alterspläne? Tse!
Hätte mir jemand vor 7 Monaten erzählt: du wirst der Lebensgefährte einer Frau, die in Auslandseinsätze zieht, dann hätte ich das erstmal für unrealistisch gehalten. Vor 5 Monaten musste ich mich dann erstmal tatsächlich damit auseinandersetzen, weil ich mich in eine Soldatin verliebt hatte. Gut...das ist jetzt auch gescheitert, aber hey...ja...ich konnte mich tatsächlich mit dem Gedanken anfreunden...und nicht nur anfreunden, für mich war das durchaus ein Leben welches ich hätte führen können und wollen!
Wer weiß was die nächste Beziehung so rein bringt? Ich mache meine Ziele aber natürlich nicht von meiner Partnerin abhängig. Es gibt auch Dinge wo ich klar "nein" sagen würde.  So schließe ich jetzt nämlich den Bogen zum ersten Absatz: trotz aller Flexibilität in meinen Lebenszielen bin ich in mir gefestigt und weiß was für ein Mensch ich sein möchte und passe meinen Lebensweg so an, dass ich diesem auch gerecht werde. Der Weg ist das Ziel. "Der Weg ist das Ziel" ist ein schöner Spruch von Konfuzius, der aber erst durch meine Reife, die ich durch die Ereignisse der letzten Jahre erreicht habe, bei mir einen äußerst tiefen Sinn ergibt.

schwachsinn ;)

Jetzt bin ich aber mal neugierig: Was sind eure Ziele im Leben? Würden die 3 Leute auf eurer Beerdigung das sagen können was ich euch wünscht/vorstellt?

Dienstag, 21. März 2017

Zeit - die neue

Ich habe gerade mal nachgedacht was ich eigentlich alles so mit meiner Zeit anstellen kann. Hobbies habe ich ja nun wieder genug.

Gemäß von meinem damaligen Post Zeit aus 2013 hatte ich es schon stark auf Stunden runter gebrochen, aber diesmal will ich einfach nur einen üblichen Tagesablauf schildern.

05:00 Uhr: geweckt werden durch Chewie - er hat Kuschelbedarf.
05:20 Uhr: mein Wecker klingelt. Zeit zum Aufstehen. In Ruhe frühstücken, Katenklo reinigen, Katzenfutter und - Wasser nachfüllen, duschen, anziehen, Sachen zusammensuchen
ca. 06:30 Uhr: auf zur Arbeit. Wenn ich richtig gut organisiert bin und alles schnell von der Hand geht bin ich auch schon mal früher los.
ca. 07:00 Uhr: Ankunft im Büro
Punkt 12:00 Uhr: mit den Kollegen in die Kantine
ca. 12:30 Uhr: zurück an die Arbeit
ca. 16:00 Uhr: Feierabend (Freitags meist früher) und ab nach Hause
ca. 17 Uhr: Ankunft daheim. Der Rückweg dauert wegen Feierabendverkehr immer etwas länger.
je nachdem was so anliegt wird nun der Haushalt geworfen, eingekauft, Freunde getroffen, Family bei PC-Problemen geholfen, gedatet, am Cosplay gebaut, gezockt, Fahrrad gefahren, Tagebuch geschrieben, Filme/Serien geschaut, mit Han gekuschelt, mit den beiden Fellnasen gespielt, sich ums Ehrenamt gekümmert, geflirtet, ... aber auch sehr häufig: gekocht. Ja, ich koche wieder sehr gerne. Meist gesund und fleischarm. Bedingt durch meine Ex, die Vegetarierin ist habe ich viel ohne Fleisch versucht zu kochen und zu üben. Und ich bin dabei geblieben. Wenn es mal was besonderes in der Kantine oder bei Freunden und Family gibt esse ich auch Fleisch, aber für mich selbst mache ich es eigentlich nicht mehr. Und mir geht es seither hervorragend. Meine Haut ist besser geworden und dank des neuen Bikes (Smyinz Cruiser), welches ich eben auch fahre sobald das Wetter es mir erlaubt - habe ich bereits 17cm Bauchumfang verloren.

ca. 22-23 Uhr: ab ins Bett, eine halbe Stunde mit Chewie kuscheln. Oder solange bis ich eingeschlafen bin. Oder mit beiden. Oder beide berauben mir den Platz im Bett, so dass ich mich nicht mehr bewegen kann. Schön isses!

Jedes zweite Wochenende habe ich den Mini-Helden und das Wochenende gehört dann komplett ihm. Wir gehen regelmäßig schwimmen und ich versuche der Family auch den Zugang zu ermöglichen. Wenn irgendwelche interessanten Veranstaltungen sind fahren wir auch dahin. Ab und an brauchen wir aber auch einfach ein entspanntes Wochenende einfach für uns beide ohne viel Tam-Tam.

An meinen "Single"-Wochenenden geht's dann los für's Ehrenamt oder ich schaue mir verschiedene Städte an bzw. besuche entfernte Freunde (letztes Jahr: Hamburg, Amsterdam, Lübeck, Neuharlingersiel, Wahrenberg, Moers, Neuenkirchen-Vlyun, Köln, Weiden i.d. Oberpfalz, Minden, Gütersloh, Bad Oyenhausen, Oldenburg). Manchmal gammel ich aber auch einfach nur rum.

Im Vergleich zu 2013 habe ich eine Masse mehr Zeit, was wahrscheinlich darin begründet ist, dass ich nun Single bin, aktuell meine Selbstständigkeit eingestellt habe, weniger lerne, meinen festen Sport gegen etwas flexibles getauscht, ein anstrengendes Ehrenamt gegen ein entspanntes getauscht habe und somit massiv weniger Verantwortung habe. Single-Dasein ist nicht umbedingt das was ich mir gewünscht habe, aber man muss ja mal das positive rausarbeiten oder?







Dienstag, 14. März 2017

Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.

Ich sitze auf dem Fußboden vor der Anlage. In der linken Hand halte ich dein Foto. Aus dem Rahmen konnte ich es immernoch nicht nehmen. Die rechte Hand liegt sanft auf dem großen Lautstärkeregler.
Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.

Damit die Stimmen in meinem Kopf aufhören von dir zu schwärmen.

Laute Bässe und Gitarren hallen durch mein Wohnzimmer. Der Boden unter mir vibriert. Ich singe mit, aber ich höre noch immer meine eigene Stimme und meine Gedanken. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.

Mir wird heiß. Mein Körper will sich bewegen, aber mein Kopf schreit dagegen an. Tränen fließen mir über das Gesicht. Die Augen brennen. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.

In meinem Kopf höre ich deine Worte. In meinem Kopf höre ich wie ich es dir nicht verübeln kann. Ich höre die Trauer schreien.  Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.

Ich bemerke wie ich mit dem Handgelenk fest gegen meine Schläfe drücke. Ich spüre die Adern an meinem Kopf pulsieren. Mein Körper bebt. Ein Blick zur Lautstärke und ich weiß ich befinde mich bei ca. 110db. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.

Die Anlage hat noch lange nicht ihr Limit erreicht. Mein Körper kocht und zittert. Ich brülle den Lautsprechern die Texte entgegen und höre mich selbst nicht mehr. Der Punkt ist erreicht, dass ich nichts hören dürfte. Keine Klingel, kein Klopfen - gar nichts. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.

120db müssten erreicht sein. Mein Hals brennt und ich weiß ich werde morgen heiser sein. Die Stimmen in meinem Kopf werden leiser, aber ich will nicht mehr hören. Ich drehe weiter laut auf. Einfach nur laut.

Damit die Stimmen in meinem Kopf aufhören von dir zu schwärmen.

Montag, 4. Juli 2016

Vorbilder

Der liebe Jay ermuntert wieder zum Schreiben mit seinem Beitrag Vorbilder. Ich möchte meine dann ebenfalls mal vorstellen, allerdings bin ich so frech es in einem eigenen Blogbeitrag.

Paul Ekman
Für mich einer der größten Wissenschaftler der Zeit. Er hat sich mit der Mimik des Menschen beschäftigt und jeden Muskel im Gesicht vermessen, numiert und wissenschaftlich wertbar gemacht. Darüber hinaus beschäftigte er sich sehr mit dem Thema Lügenerkennung. Nachdem er erkannt hat, dass seine Methoden aber nicht nur zu



m Guten verwendet werden können beschäftigt er sich jetzt aber weiter mit dem Thema Emotionen, nämlich wie man damit umgehen kann. Welche Reaktionen und Handlungsoptionen einem jeden zur Verfügung stehen.

Batman
Hier geht es mir nicht um den großen Superhelden Batman, sondern um bestimmte Charakterzüge. Im Kontext der Justice League gilt er immer als der große Taktiker. Woher kommt das? Er ist stehts vorausschauend, planend, wissend, zielorientiert und fokussiert. Dies sind Eigenschaften, die in Summe häufig zum Erfolg führen und Batman für mich so einzigartig machen.

Spider-Man
"Mit großer Macht kommt große Verantwortung" - klar, eines der Hauptthemen des jungen Peter Parker. Aber nicht nur das ist es. Dieser Charakter vermag es fast immer eine positive Einstellung aufrecht zu erhalten. Eine Eigenschaft, um die ich ihn sogar beneide.














Dalai Lama
Er ist schon in seiner Art einzigartig und für meine Verhältnisse sogar weise. Viele seiner Zitate erden mich und was ich besonders angenehm empfinde ist, dass er zwar das Bild einer Religion repräsentiert aber niemanden dazu missioniert. Im Gegenteil, er gibt anderen Glaubsformen Raum, aber deutet nicht selten darauf hin, dass die Essenz aller Religionen im Kern gleich ist. Ich für meinen Teil sehe mich weder als Christ noch als Budhist, aber ich habe sehr viele Einstellungen und Sichtweisen übernommen und lebe diesen Teil für mich.

Freitag, 3. Juni 2016

Held sein ist schwer

Warum hat mir keiner gesagt, dass es so schwer ist ein Held zu sein?
Auf den Comic-Covern sieht das immer so einfach aus. Stolz und Aufrichtig in die Kamera schauen. Brust geschwollen und das Cape flattert im Wind. Aber so ist das nicht.
Davon mal ab, dass ich öfter Krawatte als Cape trage... was man auf dem Cover nie sieht sind die Zweifel, Sorgen und Entscheidungen, die so ein Held treffen muss. Ich habe nicht immer die richtige getroffen. Habe Fehler gemacht und habe auch mal verloren. Ich habe mich eine Zeit verkrümelt, selbst bemitleidet und viel nachgedacht.
Doch was machen Helden, also wirkliche Helden, wenn sie am Boden liegen? Sie stehen wieder auf. Sie geben nicht auf. Sie finden neuen Mut. Sie finden neue Kraft, um weiter zu machen. Und genauso ist es nun bei mir. Ich habe ein gutes Stück meine Mitte gefunden, weiß wer ich bin, was ich will und wo ich hin will. Und nun stehe ich auf.
Ich habe meine Ziele vor Augen und verfolge sie konsequent und nachhaltig. Ich habe daraus ein ganzheitliches Bild gebaut und keiner dieser Punkte steht für sich allein - es greift alles ineinander.

Mini-Held - mein Sohn hat eine ganz hohe Priorität in meinem Leben erhalten. Die Gefahr den Kontakt zu verlieren oder die Bindung zu gefährden hat mich wachgerüttelt. Dieser kleine Mann verdient es einfach, dass ich für ihn da bin. Als Vater, als sein Held.

Glücklich sein - prinzipiell etwas was ich aus den Lehren des Dalai Lama entnommen habe. Ein Glückliches Leben führen verändert auch die Sicht auf viele andere Themen. Ich gehe mit vielen Situationen auch anders um. Das Thema ist an und für sich riesig. Nur auf dem Weg zwei Zitate, die bei mir große Bedeutung gewonnen haben in meinem Leben:
"Versuche anderen zu helfen. Und wenn Du ihnen nicht helfen kannst, dann schade ihnen wenigstens nicht."
"Wenn Du willst dass andere glücklich sind, übe Mitgefühl aus. Wenn Du willst, dass  Du selbst glücklich bist, übe Mitgefühl aus."


Die Heldin - eine Zeit lang hatte ich mit diesem Kapitel in meinem Leben abgeschlossen. Aber so einfach ist das nicht. Sie ist die Mutter meines Kindes und das kommt ja nicht von ungefähr. Ich kann nicht leugnen, dass sie mir nicht sehr viel bedeutet. Ich bin gewillt sie zurück zu gewinnen. Klingt für viele sicherlich verrückt, vielleicht ist es das auch, aber so ist das nunmal mit Gefühlen.

Keine Selbstaufopferung. Etwas was ich früher gerne bis zum Ultimo betrieben habe war die Selbstaufopferung. Ich habe mich selbst verbogen, um anderen gerecht zu werden. Aber ich habe erkannt, dass dies nicht immer richtig ist, solange es mich nämlich nicht glücklich macht. Wenn der Grad der Aufopferung mich nicht glücklich macht, dann mache ich es auch nicht richtig - und dann verlieren alle Seiten. Davon habe ich Abstand genommen. Ich füge mir selbst keinen Schmerz mehr zu, soweit es sich vermeiden lässt.


Ja, viele Leser habe ich jetzt bestimmt gelangweilt, aber ich musste das einfach mal los werden.

Was bedeutet das für den Blog? Ja, ich mache weiter, wenn ich passende Themen finde. Es wird weiter nerdig bleiben, aber ich lasse mich weiterhin nicht auf eine Regelmäßigkeit festnageln. Ich schaue einfach mal flexibel was mir in den Kopf kommt.

Freitag, 15. Januar 2016

Veränderung

Zeit heilt alle Wunden? Nein, tut sie nicht, aber es geht weiter. So auf für mich. Ich habe lange drüber nachgedacht kein Held mehr zu sein. Aber ich habe erkannt, dass es Dinge gibt, die ich ändern kann und andere nicht. Festgestellt habe ich aber, dass ich Hilfe gebraucht habe. Meine gesamte Familie, sogar die aus England hat (die ich wenig sehe) hat mich aufgefangen und war für mich da. Auch die paar guten Freunde die ich habe, haben mir sehr geholfen.
Selbst der Blog, indem ich jetzt in paar Emo-Posts verfasst habe, haben mir die Möglichkeit gegeben meinen Emotionen Luft zu machen.
Meine gemachten Fehler tun mir sehr leid und ich werde dafür auch nun gerade stehen.

Doch nun ist es an der Zeit wieder aufzustehen. Mein Gefühl mitfühlend und einfühlsam zu sein ist zurückgekehrt und ich bin wieder empfänglich für fremde Probleme.
Nebst einer eigenen Wohnung stellt sich nun aber auch ganz überraschend etwas aufregend Neues ein. Aber darüber werde ich erst später berichten.

Nun, der Held ist zurück. Anders als vorher, aber zumindest zurück.

Montag, 11. Januar 2016

Radarpistole

Polizist: "Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte"
[...]
Polizist: "So Herr Held, was meinen Sie warum ich Sie angehalten habe?"
Ich: "Weil ich zu schnell gefahren bin."
Polizist: "Und warum sind Sie zu schnell gefahren?"
Ich: "Weil ich in Gedanken versunken war."
Polizist: "Sie wissen schon, dass Sie aufmerksam im Verkehr sein müssen?"
Ich: "Welcher Verkehr? Bin ja nur ich da gewesen - und ihre Radarpistole."
Polizist: "Warum waren Sie denn so unaufmerksam?"
Ich: "Weil meine Frau sich von mir trennen will, ich meinen Sohn nur einen Tag die Woche sehe, ich auf 4x4 Metern zu Gast lebe, ich die Probleme meiner Gastgeber täglich miterleben darf und dort zu Last falle, weil ich für ein Prachthaus bezahle das ich nicht bewohne, weswegen ich auf eine Insolvenz zusteuer, weil meine Mutter Panikattacken vor ihrer psychosomatischen Kur hat und nun dringend einen Therapieplatz braucht, weil meine <setze Verwandte ein><setze eine der schlimmsten Tragödien die ein Mensch erfahren kann, über die ich hier aber nicht schreibe>; und Sie mich wegen meinem Verhältnis zu ihrer Radarpistole schickanieren. Ich würde ja sagen: "Ziehen Sie sich eine scheiss Nummer!", aber da Sie die exekutive Staatsgewalt in Person sind kommen Sie sowieso zuerst dran."
Polizist: "Herr Held, belassen wir es einfach bei einer mündlichen Verwarnung und Sie fahren jetzt bitte vorsichtig heim."

Mittwoch, 1. April 2015

Die Geheimidentität des Helden


Nun. Der Entschluss ist gefallen. Ich werde meine geheime Blogger-Identität fallen lassen. Der Möchtegernheld ist über die Jahre gereift und muss nun ein richtiger Held werden. Für sich, für den Mini-Helden, für die Heldin (die ja wirklich eine ausgereifte Meisterin ist). Vielleicht auch wieder für den Rest der Welt - wer weiß.
Das Cape wird an den Nagel gehängt. Der Inhalt das Gadget-Gürtels wandert in die Umhängetasche. Der Taser und die Batarangs werden wohl nicht mehr gebraucht. Die Maske wird als Souvenir in einem Glaskasten im Keller verstauben.
Der Held wird erwachsen. Es wird ernst. Die Heldentaten bleiben, aber es wird anders werden.

Nun. Seid ihr bereit? Morgen wird es soweit sein. Ob ich es in die Medien schaffen werde, das wird sich zeigen, aber ich kann euch sagen. Es wird spektakulär. Let's break the internet!

Mittwoch, 22. Januar 2014

warum denken Leute nicht nach?

Vorab: Sorry für die lange Schweigephase, aber ihr kennt das...Weihnachten, Silvester, arbeiten, trinken, Freunde treffen,...was einen nicht alles vom bloggen abhalten kann.

Basic Rule: think.
Eines meiner Grundregeln - bevor du etwas tust, denk nach (außer es geht um Liebe, Leben&Tod).

Heute kurz und knapp, denn leider stelle ich dieses Verhalten immer wieder mal fest. Da kauft ein Unternehmen Software+Hardware im Wert von etwa einer Million Euro. Soweit so gut. Beste Wahl will ich meinen, da wurde zumindest nicht gespart, die Erwartungshaltungen sind hoch, die Qualität hervorragend. Woran wurde nicht gedacht? Einen passenden Admin einzukaufen oder einen bestehenden zu schulen. Da steht eine Million Euro einsetzbares Kapital seit 6 Monaten rum, nur weil keiner weiß, wie man in einen System-Log schaut? Da ist eine große Verknüpfung auf dem Desktop des Hauptservers, der einem ein Log öffnet und mit schönen knallroten Fehlermeldungen überhäuft, aber weil keiner dazu benannt wurde - klickt da keiner drauf. Und schon liegen Millionen von Euro brach. Warum sage ich eigentlich immer: "Ihr braucht einen fähigen Admin.".

Verdammte Axt. Dies und vodaphone bringen mich schon wieder zum Kochen. Was mich daran erinnert, dass ich jetzt Mittag essen sollte.B evor ich vor Hunger explodiere.

Dienstag, 17. September 2013

Gedankengang zum Wahlaufruf

Überall lese ich momentan davon, dass die Menschen wählen gehen sollen. Sie sollen von ihrem Recht gebrauch machen die Demokratie in Deutschland mit zu bestimmen.
Ich selbst hatte schon oft mit Leuten zu tun, die sich über die Regierung aufregen. Auf die Frage, ob sie denn wählen waren kam fast immer: "nö!". Dann darf man sich auch nicht beschweren imho.
Was bedeutet es denn nun wählen zu gehen? Seine Kreuzchen bei seiner Partei zu machen. Aber wer ist denn "meine" Partei? Wer vertritt meine Meinung und Einstellung? Da beginnt ja die Schwierigkeit. Man müsste sich mit dem Wahlprogramm jeder einzelnen Partei auseinander setzen. Das setzt voraus, dass man lesen kann und Zusammenhänge von Wirtschaft, Moral, Ethik, Religion und Sicherheit versteht und im gesamten erfassen kann. Habe ich irgendeinen wichtigen Punkt vergessen?
Von denen, die mir auf o.g. Frage mit "nö!" geantwortet haben weiß ich zumindest von 50%, dass sie nicht des Schreibens mächtig sind (Facebook-Statusupdates sei Dank). Jetzt stelle ich mir mal vor, dass diese Leute wählen gehen. Selbst wenn sie das Parteiprogramm gelesen HÄTTEN, dann würden sie es wahrscheinlich nicht verstehen. Die meisten dieser Personen wären wahrscheinlich reine Sympathie-Wähler, die nach dem Foto auf dem Wahlplakat gehen.
Der Wahl-o-Mat ist für viele sicherlich eine Hilfe, nicht die schlechteste, aber sollte doch nicht als reiner Ergebnisfinder dienen.
Jetzt lassen wir diese Leute unsere Regierung mitbestimmen, welche immerhin ca. 30% ausmachen. In Zeiten wo solche Personen Serien wie "Berlin - Tag&Nacht" für real halten, Zitate x-beliebigen Personen zugeschrieben werden, vermeidlich dämliche Sprüche in hübschen Bildchen geteilt werden ohne vorher in Frage gestellt zu stellen, man Krawattenträger vs. Tattooträger klischeehaft gegenüberstellt und Facebook Gelder für Likes verschenkt...da sollen die wählen gehen?
Gott bewahre! Bitte bitte bitte lasst doch Menschen wählen gehen, die sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigen und damit auseinander setzen. Sicherlich kann der Sympathiewähler das Zünglein an der Waage sein, aber ist das sinnvoll?

Werde ich mich weiter beschweren, wenn Leute sagen sie gehen nicht wählen? Ja! Denn ich erwarte, dass jeder der was zu meckern hat sich gefälligst mit Politik auseinander zu setzen hat und für seinen Teil das tut was er kann, um etwas daran zu ändern. Seien es nun 2 verdammte Kreuze oder sich einer Partei anzuschließen oder gar selbst eine zu gründen!

Da erfahrungsgemäß Politik ein toller Aufhänger ist bin ich sehr auf eure Meinung gespannt.

Freitag, 30. August 2013

Zeit

Ich hatte gerade ein lustiges Telefonat. Jemand hat da eine PC-Frage, die ich mir live und in Farbe angucken müsste. Jetzt ging es darum, wann ich denn mal Zeit für das Thema hätte... so in 3 Wochen. Sicherlich, es ist nur eine Kleinigkeit und dauert, mit Erklären, so eine Stunde vielleicht.

Aaaaaber.... warum habe ich so wenig Zeit?
Eine Woche hat 168 Stunden.
Wenn ich jede Nacht 6 Stunden schlafe, dann sind es nur noch 126.

Regulär arbeite ich so 40-45 Stunden die Woche = 81 Stunden.
Dazu kommen ca. 7 Stunden Fahrzeit = 74 Stunden
Ich versuche so 1-2x die Woche Sport für eine Stunde zu treiben. Mit An-/Abfahrt, Umziehen, Duschen sind das dann 2x2 Stunden = 70 Stunden.
Ich bin nebenberuflich tätig und dafür opfere ich ca. 2-3 Stunden die Woche = 67 Stunden.
Feste Lernzeiten in denen ich mich fortbilde habe ich auch (2 Stunden etwa) = 65 Stunden
Unter der Woche versuche ich Freunde zu treffen oder bin im Verein tätig= 60 Stunden
Auch ein Abend gehört komplett meiner Frau und unserer Ehe = 53 Stunden
Unser Haus, Garten etc. bedarf auch einiger Pflege. Wenn es gut läuft sind das dann noch 47 Stunden in der Woche.

Das sind nicht mal ganz 2 Tage in Summe, um mich zu erholen. Da kommen dann so Späße dazu wie:
5 Hochzeiten im Jahr 2013 = Zeitverlust durch Beschäftigtsein den ganzen Tag = 90 Stunden
3x 30te Geburtstage = Zeitverlust durch Beschäftigtsein den ganzen Tag = 48 Stunden
Urlaubsabzug, wenn ich denn mal Urlaub habe
im Schnitt 17 andere Geburtstagsfeiern im Jahr (Familie und Freunde) = Feierzeit von 119 Stunden
Familien-Feiertage = 16 Stunden
Allgemeine Feiern (Vatertag, Silvester, etc. etc.) = ca. 60 Stunden Feierzeit

Runtergebrochen auf Prozente in einer Woche und umgerechnet in Stunden sind das 20 Stunden, die dafür drauf gehen.
Zwischen diversen Aktivitäten muss ich Essen und es entstehen Pufferzeiten/Wartezeiten und auch unsere Hunde freuen sich über Spaziergänge, die täglich gemacht werden müssen. Geschäftliches (Bank, GEZ, Telekomiker, Handyanbieter, Post etc.) müssen auch erledigt werden. In Summe komme ich da auf 24,5 Stunden.

Das heißt...wenn ich mir so die Woche so ansehe, dann habe ich letztendlich 2,5 Stunden freie Zeit als Puffer. Und da wundert sich jemand, dass ich erst in 3 Wochen Zeit habe?

Ich will jetzt nicht meckern. Immerhin habe ich mir dieses Leben ausgesucht und den Tätigkeiten gehe ich mit Freude und Leidenschaft nach. Ich genieße eben sehr mein ausgefülltes Leben, welches ich nach meinen Vorstellungen gestaltet habe.

Dienstag, 26. Juni 2012

Menschen werden von Emotionen bewegt III

Am Wochenende sind die Heldin und ich gegen frühen Nachmittag losgezogen zum lokalen Möbelhaus schwedischer Herkunft. Wir hatten bereits ein neues Bett im Hinterkopf, mussten nur noch Entscheidungen abwägen und die Matrazen probeliegen. Natürlich fällt einer Frau auf, dass dann noch neue Nachttischlampen passend dazu gekauft werden müssen. Ach ja und Matrazenschoner, neues Kopfkissen, Laken,... ich war natürlich nur auf das Grobe bedacht.
Dann meinte sie trocken als wir durch die Ausstellung schlenderten: "Wir sollten die Wand hinter dem bett vorher noch streichen". "Ja klar, weiß über weiß drüber streichen. Kein Ding.", dachte ich. Sie vervollständigte mit dem Satz: "Aber nicht blau.". Ich reagierte sofort: "Nee weiß, weil die LEDs machen dann ja den Rest.". Die Heldin intervenierte: "Ich will aber keine LEDs, sondern lieber eine schöne Farbe an die Wand.". Meine Kinnlade fiel erneut herunter, wie schon bei der Ablehnung des Blautones 3 Tage zuvor. Sie redete weiter: "Die LEDs kannst du dann ja in deiner Arbeitsecke einbauen.". Ich rang um Luft. Mein ganzer schöner Plan das Schlafzimmer zu einem Lichttechnischen Kunstwerk zu machen...dahin! Ich klärte sie auf: "Aber wir wollten doch mit LEDs die Wände beleuchten, damit wir wählen können was wir wollen. Du dein gelb für die romantik und ich das kühle blau zum arbeiten.". Einen kurzen Moment Ruhe...dann die Heldin: "Wie wäre es mit rot? Das hast du in deinem Büro jetzt auch, da kannst du auch gut arbeiten."
...die weitere Diskussion führe ich jetzt nicht aus. Die Tatsache, dass meine schöne Idee mit dem adaptiven Licht nach 3 Tagen Freude verworfen wurde muss ich wohl hinnehmen. *seufz*
Im übrigen ist die Wand jetzt rot, besser das als wenn sie wieder mit dem Orange daherkommt.

Das Aufbauen des Bettes hat dann übrigens komplett sieben Stunden gedauert (Bett, Kopfteil, Lattenrost). Was war ich froh, als ich dann gegen halb zwei Nachts ins Bett fiel. Übrigens ist das Ding eine ganz miese Falle. Da geht man nur vorbei, da entwickelt es seine ganz eigene Schwerkraft die einen automatisch hinein zieht.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Menschen werden von Emotionen bewegt II

Nachdem ich nun mit meiner Heldin über die Farbe des Schlafzimmers gesprochen habe und ihr endlich zugestanden habe, dass wir tatsächlich ein helles blau nehmen könnten meint sie ganz trocken zu mir: "Ach eigentlich will ich gar kein blau mehr. Eher etwas warmes."
Meine Kinnlade fiel reichlich nach unten. Endlich hatte ich mich auf blau eingelassen, nach so langer Zeit und dann: "Wie wäre es mit Orange?"
Nach reichlich Überlegung bin ich jetzt zu einem Entschluss gekommen, dass wir uns sowieso nicht einigen könnten. Also habe ich die ultimative Lösung gefunden. Da dieser Kellerraum sowieso beleuchtet werden muss, da man sonst nichts sieht werden die Wände beleuchtet. Und zwar in den Farben auf die wir gerade Bock haben! Ich werde RGB-LEDs verbauen, die die Wand indirekt beleuchten und die Farbe per Fernbedienung wechseln können. Dann kann Sie Orange oder Rot oder was auch immer anschalten und ich blau!
Wie das ganze verkleidet wird, damit wir nicht blind werden etc. werde ich mir noch einfallen lassen.

Montag, 18. Juni 2012

Menschen werden von Emotionen bewegt

...das hat mir neulich ein Arbeitskollege aus dem Marketing mitgeteilt. Nicht, dass ich das nicht wüsste, aber seine Arbeitsweise ist es Menschen emotional zu bewegen, denn nur so bleibt man im Gedächtnis.

Es ist an der Zeit, dass die Heldin und ich das Schlafzimmer in Angriff nehmen....nicht das was ihr denkt! Ein neues Bett muss her, denn die Rückenschmerzen werden für beide langsam unerträglich. Aber auch das komplette Mobiliar ist aus beiden zusammengeworfenen Haushältern und somit in Größe und Design absolut nicht kombinierbar. Hinzu kamen Schränke, die beim Hauskauf ebenfalls erhalten geblieben sind.

Bislang scheiterte die Renovierung an der Findung einer Farbe. Der Heldin schwebte ein helles Blau mit Tendenz zum Mint-farbenen vor. Das ging bei mir sowas von gar nicht, denn mein Zahnarzt hat genau diese Farbe als Behandlungszimmer. Sollte ich mit Erinnerungen an Zahnbehandlungen abends überhaupt einschlafen können?

Jetzt waren wir ja im Urlaub und haben reichlich Meerwasser gesehen. Alles schön blau und in azur. Damit könnte ich mich anfreunden, denn damit sind auch wirklich schöne Erinnerungen verbunden. Auch wenn die Farbe nur einen Ticken heller ist als die meines Zahnarztes. Mit diesen positiven Emotionen, die ich jetzt damit verbinde kann ich es kaum erwarten die Farben im Baumarkt zusammen zu stellen.

Donnerstag, 3. Mai 2012

Ist Batman schwul?

Mein lieber Bekanntenkreis befeuert mich momentan mit Artikeln über die sexuelle Orientierung von Batman auf Grund einer Aussage von Grant Morrison. Aktuell berichten unsere leicht manipulierbaren und gut gelesenen Massenmedien gern darüber: Bild, N24, Focus, RTL, Welt und wie die käuflichen Medienhäuser nicht alle heißen.
Interessant ist, wie schlecht diese Leute recherchieren. Morrison hat zwar Batman in seiner letzten Reihe ("R.I.P.") einen schrägen Charakter verpasst, aber er hat in dem besagten Interview auch nur das soziale Umfeld inkl. dessen heroischer Figuren beleuchtet. Dies sind nunmal, laut ihm, ältere und jüngere Männer (Alfred, 3xRobin, Thomas Wayne). Mal abgesehen von Barbara Gordon, Huntress, Black Canary, Catwoman/Selina Kyle, die er allesamt wohl übersehen haben muss. Das Verhältnis zu Catwoman bestätigt sich übrigens sehr in Catwoman #1 wo ich gleich noch Bilder von hinzufügen werde.
Gut recherchiert und auf den Punkt gebracht hat es übrigens Telepolis vor 17 Stunden mit folgendem Artikel: http://www.heise.de/tp/blogs/5/151910
Desweiteren hat DC (Verlag mit Batmans Rechten) bereits 2001 ein Unterlassungsschreiben veröffentlicht, das eine anderweitige Darstellung oder Aussage zu der sexuellen Orientierung von Batman nach Festlegung durch die Ursprungautoren strafbar/illegal ist. Womit sich Morrison übrigens strafbar gemacht hat.
Gut...das Thema taucht eh alle 3-5 Jahre mal auf und DC wird sicherlich rügen, aber mehr auch nicht, so vermute ich.
Bei unseren Medien bin ich mittlerweile soweit, dass ich alle möglichen Meldungen erstmal warnehme, aber 1-2 Tage später im Internet belegt sehen will. Leider springen unsere großen deutschen Nachrichten-Verbreiter auf jede noch so kleine Sensation an, sofern ein bekannter Name drin vorkommt. Guter Journalismus ist anders!

Dienstag, 20. März 2012

Statistiken

Seit etwas über einem Jahr blogge ich nun und kontrolliere auch regelmäßig meine Statistiken. Vorallem interessiert mich woher meine Leser kommen und was sie interessiert.
Viele kommen von Blogs deren Autoren sich auch hier bei mir eingetragen haben. Häufig der Paul, diewilderose oder auch von der Peitsche schwingenden Citara. Super Sache das. Die angegebenen Suchbegriffe sind rudimentär passend und sehr allgemein, meine Themen sind ja auch recht universal.

Interessant ist, dass meine verbale Entgleisung auf Platz 2 steht bei den meist besuchtesten Posts.
Auf Platz 1 ist Captain America zu finden, was ich ja auch ein sehr schönes Thema ist. Genauere Analysen haben jedoch ergeben, dass dieser Eintrag sehr häufig über google gefunden wurde und das vorallem wegen dem hier:

Kann das war sein? Mein Blog wird am meisten besucht wegen einem durchtrainierten und halbnackten Steve Rogers?

Jetzt frage ich mich wirklich wer sich noch in meinem Lesepublikum tümmelt....

Freitag, 18. November 2011

Lernen im Vergleich zum Überqueren einer Mauer

Im Laufe der Jahre hat sich mein Lernmuster verändert. Ich setze dies zum besseren Verständnis mal in Relation zum überqueren von Mauern.
Bis zu meinem 12ten Lebensjahr fiel mir lernen nicht wirklich schwer. Mir flog regelrecht alles zu. Nicht perfekt, aber so, dass ich ohne viel lernen durch die Schule kam. Die Mauern waren quasi kniehoch und ohne weiteres zu überqueren.
Ab dem Zeitpunkt kam ich in die Realschule. Die lokale Realschule meiner Heimat hatte ein sehr sehr hohes Lernniveau, weswegen ich dort erst mal lernen musste, wie man lernt. Das war gar nicht so einfach! Die Mauern wurden also mit einem Mal Hüfthoch und waren nur mit Aufstützen zu überwinden.
Ausbildung und Zivildienst waren wieder leichte Übungen, da es sich um Themen handelte, mit denen ich mich seit langem beschäftigt habe. Die Mauern waren immernoch hüfthoch, aber ich war darauf trainiert. Kein Problem also.
Einige Zeit später, die Technologie schritt reichlich schnell voran, ging es daran in meinem Job neue Programmiersprachen, Tools, Denk- und Arbeitsweisen zu erlernen. Ich setzte mich also auf den Hosenboden und fing an zu lernen. Die Mauern waren reichlich und alle etwas über Kopfhöhe. Aber mit Schwung und Anstrengung waren auch diese zu überwinden.
Mittlerweile bin ich so fixiert auf's lernen, dass ich mittlerweile auf den Mauern bleibe und nur noch von der einen Mauer auf die nächste springe. Sei es nun von der Entwicklungsmauer auf die Projektmanagement-Mauer oder die Psychologie-Mauer...alles kein Problem mehr, es wird alles gelernt.

So...warum erzähle ich euch das eigentlich alles? Ich habe ja in meinem Job reichlich mit Leuten zu tun, denen ich als Dienstleister helfe. Dabei bin ich stets bemüht nicht nur die Anforderungen meiner Kunden zu lösen, sondern auch einen Mehrwert zu liefern und auch den Kunden etwas Gutes auf den Weg zu geben, damit sie ihre Probleme in Zukunft selbst lösen können und wir uns auf interessantere Anforderungen stürzen können.
Einige nehmen dies gerne an und entwickeln diese kleinen Goodies weiter und überraschen mich manchmal sogar kurze Zeit später mit innovativen Weiterentwicklungen. Andere zieren sich etwas und ich muss Ihnen zum Überqueren der Lernmauer noch die Hand reichen. Die letzten....und das sind leider sehr sehr viele, die schaffen es nicht mal über die kniehohen Mauern. Niemals, auch wenn ich bereits 10x geholfen habe. Sie sind schlichtweg und ergreifend lernresistent. Ich glaube nicht direkt, dass sie dumm sind. Auch sozial sind sie durchaus normale Menschen, aber die Eigenschaft sich Vorgehensweisen zu merken und auf ein anderes Problem zu replizieren ist einigen Menschen wohl verwehrt geblieben.
Der Hobby-Psychologe in mir fragt sich jetzt gerade, ob dies eine angeborene Eigenschaft ist oder aus dem sozialen Umfeld kommt. Ich habe irgendwann "lernen" gelernt also schätze ich handelt es sich um eine Eigenschaft, die nicht angeboren ist.

So. Frust von der Seele geschrieben. Danke für's lesen!

Donnerstag, 27. Januar 2011

Wer bloggt hier? und warum eigentlich?

Nun...diverse Freunde bloggen fleißig. Ich hatte mal einen eigenen Blog auf meiner eigenen Seite. Allerdings muss ich gestehen war ich kein regelmäßiger Schreiberling. Microblogging lag mir da mehr. Jedoch halte ich es nicht länger aus und ich muss der Welt einfach ab und an meine geistigen Ergüsse aufdrängen. Der Faulheit wegen tue ich dies jetzt über blogger.com wo auch einige meiner Bekannten und Freunde rumhängen.
Es werden wohl Geschichten aus dem Alltag werden, allerdings auch nerdige und andersweitig lustige Ereignisse sein. Auch vor philosphischen Ausschweifungen solltet ihr euch in acht nehmen.
Mein Plan die Weltherrschaft an mich zu reißen besteht immernoch und steht im Widerspruch zu dem Titel des Blogs.
Der Titel ist mir heute Morgen eigentlich eher per Zufall eingefallen. Denn eigentlich bin ich ein schrecklicher Weltverbesserer. Ich habe einige Prinzipien, bin gegenüber schlechten Menschen (GEZ, GEMA, Behörden, und eigentlich allen die mein Geld wollen) störrisch und bockig. Zudem bin ich ein Vertreter heroischer Prinzipien wie Ehrlichkeit und Gerechtigkeit.

Jetzt aber erstmal genug davon. Ihr werdet schon früh genug merken worum es geht.