Donnerstag, 24. März 2016

Batman v Superman - Review

Spoiler werden gesondert weiter unten genannt, soweit versuche ich mich spoilerfrei zu halten.
Krasser Film, muss ich schon sagen. Vollgepropft bis zum Geht-nicht-mehr. Keine Zeit zum Durchatmen, aber das kennt man ja bereits von den Avengers Filmen. Hier ist jedoch das Problem, dass mehrere neue Charaktere des Franchises hinzugefügt werden und diese leider keine Möglichkeit bekommen haben ihre doch sehr tiefgründigen Charaktere vorzustellen. Es passiert halt das was ich für diesen Film schon lange vorhergesagt habe: Es wird erst das Team zusammengestellt und dann die Charaktere erklärt. Das kann gut gehen, muss es aber nicht. Zack Snyder hat es ehrlich gesagt nur mäßig hinbekommen. Die Charakterdarstellung ist für das "neue" DC-Universum gut, aber eben nicht "besonders".
Die Story ist etwas wild zusammengewürfelt und aus vielen vielen Geschichten sehr inspiriert. Wer die Comics kennt wird einige Teile wiederfinden:
- Batman New 52 / first years
- Flashpoint Paradox
- The Dark Knight returns
- Justice League New 52 / war
- New 52 / Zero-Series
- Anekdoten aus Injustice - Gods among us

Aber gerade in Bezug auf Batman wird ein wenig geteasert: A Death in the Family. Nein, das ist kein Spoiler, man sah den Robin-Anzug bereits im Trailer. Aber was ich schade finde, ist das Batman in diesem Film bereits 20 Jahre aktiv war, die Welt aber nichts von ihm weiß. Selbst der Daily Planet sollte doch über die mysteriöse Gestalt der Nacht in Gotham Bescheid wissen! Nichts! Batmans Geschichten blieben wohl in dem Universum komplett im Dunkeln, was ich utopisch finde.

Die ganze "Superman muss sich rechtfertigen"-Nummer wirkt gekünstelt und irgendwie aus Iron-Man geklaut.

Schauspielerisch spielt Batfleck die anderen reichlich an die Wand. Selbst Jeremy Irons kann daneben nicht glänzen. Er spielt einen recht guten Bruce Wayne und einen sehr Comic-nahen Batman - was mir gefällt. Batman ist in diesem Film auch endlich mal vorbereitet und gut informiert über alles. Und damit meine ich alles - außer eine Ausnahme. Und das ist was Batman in meinen Augen auch etwas ausmacht.
Gal Gadot spielt eine gute Wonder Woman und ich bin sehr auf ihren eigenen Film gespannt.
Jesse Eisenberg als Lex Luthor hat mich schauspielerisch zwar erfreut, war charakterlich aber reichlich neben der Spur. Sein Plot - das war aber genau das was ich von einem LL erwarte. Grandios inszeniert und spannend!

Musikalisch hat Hans Zimmer zusammen mit Junkie XL echt gute Arbeit geleistet. Düsteres, vermischt mit dem Man of Steel-Sequenzen. Aber in dem Moment in dem Wonder Woman auftrat...da hatte ich ja fast einen Coitus. Das Stück ist ja echt genial und mal was ganz anderes. Dafür liebe ich auch Hans Zimmer.

Nun zu den SPOILERN
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Ezra Miller fand ich von vorn herein eine schlechte Wahl - und der Film bestätigt es. Ich finde, dass er überhaupt nicht hinein passt.
Die Szene mit Momoa ist allerding toll! Wenn auch sehr kurz.

Auch Doomsday war im Trailer zu sehen, aber im Film wird es definitiv besser als man vom Trailer erwartet. Wer mit Doomsday ködert, der spielt auch mit dem Leben von Superman. Und das zeigt sich toll im Ende, auch wenn dort einige Logikfehler drin sind (2 Beerdigungen? Welche Leiche wird denn in Metropolis beerdigt? Und hat Bruce Wayne das gefaked?). Die letzte Szene hätte man in meinen Augen aber weglassen können und sich für einen Teaser der nächsten Conventions aufheben können. Das war ein Hauch zu viel.
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Fazit: Der Film hetzt sich selbst zu sehr und man versuchte einfach zu viel auf mal hinein zu drücken. Entweder man hätte die Zusammenkunft der Helden vernünftig machen sollen oder die Story um den Kampf Batman v Superman oder mehr auf Batman / Wonder Woman eingehen sollen. So wird alles nur angekratzt. Versteht mich nicht falsch - toller Film! Rangiert etwa bei mir gleich auf mit Avengers 2 oder Captain America 2. Aber es fehlt ein Esprit zur Perfektion. Mal schauen was der zweite Eindruck am kommenden Montag so sagt.

Donnerstag, 3. März 2016

Was wenn die Paranoia durschlägt?

Nun bin ich ja seit Jahren leicht paranoid, habe das ganze aber recht gut im Griff.
Vor einigen Monaten ist mir nun mit Mord gedroht worden. Das ist tatsächlich eine ernste Drohung gewesen und das Vorgehen wurde auch bereits mit bleibendem Schaden durch einen scharfen Gegenstand an Möbeln simuliert. Psychologisch ist eine Drohung und eine Simulation im übrigen ein ganz massiver Unterschied. Bei dieser Drohung war es nun nicht so, dass ich mich hätte erwehren können - körperlich sicherlich, aber psychisch hätte ich es nicht gebracht. Ich habe dann eilig die Flucht ergriffen.
Das ganze hat dann ein Trauma bei mir ausgelöst und es ist erstaunlich wie sich sowas äußert. Ich habe bis zu 15km Umweg mit meinem Auto in Kauf genommen, um nicht auf die Täterin auf der Straße zu treffen. Aus Angst. Ich wusste nicht wozu sie alles in der Lage gewesen wäre.
In den Räumen, in denen ich schlafe, musste ich die Tür abschließen. Sonst bekomme ich kein Auge zu. Auch die Fenster müssen geschlossen bleiben.
Wenn ich im Dunkeln unterwegs bin, muss ich eine Taschenlampe dabei haben.
Die neue Wohnung, die ich mit gesucht habe durfte nicht im Erdgeschoss sein. Einfach, weil man da zu leicht einbrechen kann. Außerdem musste wenigstens 1-2 weitere Parteien darin wohnen, dass falls etwas passiert Hilfe in der Nähe ist. Auch wollte ich einen Türspion und Gegensprechanlage, um eine weitere Sicherheit an der Tür zu haben.
Eine ganze Weile hatte ich auch starke Schwierigkeiten mit Witzen, die um Mord&Totschlag gehen, aber die kann ich jetzt auch schon wieder welche machen.

Auch wenn ich das Trauma mit professioneller Hilfe aufgearbeitet habe - bis ich diese Marotten abgelegt habe wird es wohl noch eine Weile dauern. Aber solange ich diese Stütze brauche, werde ich sie nehmen.

Freitag, 12. Februar 2016

Deadpool

Ich versuche mein Review recht Spoiler-frei zu gestalten. Aber verzeiht, wenn mir etwas durch die Latten geht. Einen Teil werde ich vorher auch kennzeichnen.
Den Auftakt macht ein geniales Intro, bei dem ich mich schon beömmelt habe vor Lachen.
Es geht also um die Origin-Story von Deadpool. Es wird ständig zwischen dem "aktuellen Geschehen" und der Ursprungstory gewechselt. Aus den Trailern bekannt sind auch 2 sau coole X-Men dabei, mehr konnte sich das Studio wohl nicht leisten, aber die beiden sind toll in Szene gesetzt. Die Story an sich ist nicht gerade kompliziert zu verfolgen und ich finde das Liebesschnulzen-Zeug ist teilweise zu lang gezogen. Aber irgendwie muss man sich den Titel "Liebesfilm" ja verdienen, nech?
Es wird reichlich sinnlos gemetzeln, es fliegen Körperteile, saumäßig geile Sprüche und Dialoge, viele gute Nebencharaktere und die 4th Wall wird mehrfach schön gebrochen. So wie es sein soll. Schauspielerisch stellen Colossus, Negasonic Teenage Warhead und Deadpool selbst alle anderen Darsteller in den Schatten. DP hat die meiste Zeit im Film die Maske auf, was auch gut so ist und dem ganzen keinen Abbruch tut. Er nimmt sich selbst reichlich auf die Schippe und die Andeutungen auf andere Filme mit Ryan Reynolds, Wolverine, Green Lantern etc. sind einfach grandios!
Musikalisch ist der Film auch sehr gut zusammengemixt, viele bekannte Titel passend eingebracht.
Das Szenenbild ist super, allerdings ist mir da am Ende auch prompt ein Fehler aufgefallen, über den man aber hinweg sehen kann.
Es gab im Astor Hannover 1,5 After Credit Szenen, allerdings hätte es 2 geben sollen, soweit ich informiert bin.
Nun was mir nicht gefiel bzw. fehlte.
------------------------ACHTUNG: SPOILER ---------------------------------------
- kein Teleportieren
- keine Schizophrenie gezeigt
- kein "Peng Peng" beim Schießen (was aber an der Synchro liegen mag, in irgendeinem Trailer oder Sneak im OV habe ich es nämlich gehört!)
- zu wenig Boobies
- zu wenig Chimichangas
------------------------SPOILER ENDE            ---------------------------------------

Fazit: ein herzlich amüsanter Film, bei dem ich danach Bauchschmerzen vor Lachen hatte. Der Film liegt gleich auf mit Avengers (1). Grandios und man kann ihn sich gut ansehen. Er ist ganz klar für die Fans gemacht, aber auch nicht-Fans kommen auf ihre Kosten.

Freitag, 15. Januar 2016

Veränderung

Zeit heilt alle Wunden? Nein, tut sie nicht, aber es geht weiter. So auf für mich. Ich habe lange drüber nachgedacht kein Held mehr zu sein. Aber ich habe erkannt, dass es Dinge gibt, die ich ändern kann und andere nicht. Festgestellt habe ich aber, dass ich Hilfe gebraucht habe. Meine gesamte Familie, sogar die aus England hat (die ich wenig sehe) hat mich aufgefangen und war für mich da. Auch die paar guten Freunde die ich habe, haben mir sehr geholfen.
Selbst der Blog, indem ich jetzt in paar Emo-Posts verfasst habe, haben mir die Möglichkeit gegeben meinen Emotionen Luft zu machen.
Meine gemachten Fehler tun mir sehr leid und ich werde dafür auch nun gerade stehen.

Doch nun ist es an der Zeit wieder aufzustehen. Mein Gefühl mitfühlend und einfühlsam zu sein ist zurückgekehrt und ich bin wieder empfänglich für fremde Probleme.
Nebst einer eigenen Wohnung stellt sich nun aber auch ganz überraschend etwas aufregend Neues ein. Aber darüber werde ich erst später berichten.

Nun, der Held ist zurück. Anders als vorher, aber zumindest zurück.

Montag, 11. Januar 2016

Radarpistole

Polizist: "Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte"
[...]
Polizist: "So Herr Held, was meinen Sie warum ich Sie angehalten habe?"
Ich: "Weil ich zu schnell gefahren bin."
Polizist: "Und warum sind Sie zu schnell gefahren?"
Ich: "Weil ich in Gedanken versunken war."
Polizist: "Sie wissen schon, dass Sie aufmerksam im Verkehr sein müssen?"
Ich: "Welcher Verkehr? Bin ja nur ich da gewesen - und ihre Radarpistole."
Polizist: "Warum waren Sie denn so unaufmerksam?"
Ich: "Weil meine Frau sich von mir trennen will, ich meinen Sohn nur einen Tag die Woche sehe, ich auf 4x4 Metern zu Gast lebe, ich die Probleme meiner Gastgeber täglich miterleben darf und dort zu Last falle, weil ich für ein Prachthaus bezahle das ich nicht bewohne, weswegen ich auf eine Insolvenz zusteuer, weil meine Mutter Panikattacken vor ihrer psychosomatischen Kur hat und nun dringend einen Therapieplatz braucht, weil meine <setze Verwandte ein><setze eine der schlimmsten Tragödien die ein Mensch erfahren kann, über die ich hier aber nicht schreibe>; und Sie mich wegen meinem Verhältnis zu ihrer Radarpistole schickanieren. Ich würde ja sagen: "Ziehen Sie sich eine scheiss Nummer!", aber da Sie die exekutive Staatsgewalt in Person sind kommen Sie sowieso zuerst dran."
Polizist: "Herr Held, belassen wir es einfach bei einer mündlichen Verwarnung und Sie fahren jetzt bitte vorsichtig heim."

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Kein Held mehr

Ich habe Mist gebaut. Ich war kein Held. Auch ich habe Momente gehabt in denen ich kein strahlender Held war. Ich habe riesige Fehler gemacht und sie der Heldin verschwiegen. Nun hat sie es heraus gefunden. Zu tiefst bereue ich meine Fehler, aber stehe nun auch zu Ihnen, auch wenn dies nichts wieder gut macht oder ändert.
Ich habe das wichtigste in meinem Leben dadurch verloren - meine Heldin und den Mini-Held. Nun brauche ich auch nicht mehr versuchen ein Held zu sein.

Montag, 28. September 2015

Stehaufmännchen

Ich bin ja irgendwie ein kleines Stehaufmännchen.
Egal was kommt, ich stehe immer wieder auf. Das war zwar nicht immer so, aber mittlerweile...
Jeden Morgen, wenn ich aufstehe sehe ich neue Chancen die Welt zu verbessern und einen tollen Tag zu verbringen. Probleme vom Vortag sind mir häufig fremd. Ein Arzt sagte mir mal ich hätte einen nahezu komatösen Schlaf. Das ist tatsächlich so. Neben mir kann die Hölle los sein, sofern es mich nichts angeht oder ich verantwortlich bin - schlafe ich. Im Schlaf verarbeitet der Mensch ja Eindrücke - je tiefer der Schlaf, desto mehr arbeitet das Gehirn. Das heißt ich bewältige im Schlaf eine ganze Menge. Auch ein Grund, warum ich wenig an meinem Schlafrythmus rüttel und mich auch gegen den Versuch des Lucid Dreaming entschieden habe.
Oftmals vergesse ich auch unwichtige Dinge. Was ich gegessen habe, welchen Gegenstand ich wohin gelegt habe - sofern es kein ungewöhnlicher Ort für den Gegenstand ist. Der Schraubendreher auf dem Kopfteil des Bettes ist ungewöhnlich, soll mich daran erinnern etwas zu reparieren und würde nicht vergessen werden. Ob das Babyphon nun auf der Heizung oder 60cm höher auf der Fensterbank steht - das ist unwichtig, es steht im gleichen Raum indem wir schlafen.
Aber auch andere Dinge vergesse ich, Streitpunkte, sofern ich für mich beschließe, dass sie nicht weiter wichtig sind. Ich bin kein sehr nachtragender Mensch, allerdings gibt es Dinge, die ich dabei nicht vergesse. Schwere Enttäuschungen oder Verletzungen z.B. - wobei davon schon eine ganze Reihe auftauchen müssen, um mich tiefgründig zu bewegen. Es ist mir schon vorgekommen, dass jemand auf mich sauer war, weil irgendwas am Vortag geschehen war. Ich war mir bewusst, dass am Vortag etwas im argen war, aber was? und warum?
Sherlock Holmes meinte einst (sinngemäß), dass man sein Gehirn nicht mit unsinnigen Dingen belassten soll. Mittlerweile wissen wir, dass das Gehirn zwar unzählige Informationen speichern kann und die Kapazität in einem Menschenleben nicht überschritten werden kann (man nehme mal Leute mit fotografischem Gedächtnis), aber dennoch scheint es mir eine sinnvolle Methode zu sein. Sich nicht alles zu merken bzw. merken zu müssen, sondern sich auf wichtigere Dinge zu konzentrieren.
Ich habe mehrere ToDo-Listen z.B. alles was im Haus zu tun ist hängt in der Küche - verschwindet ein Zettel von dort, fällt es mir schwer dies zu bemerken und nahezu unmöglich dessen Inhalt aus meinen grauen Zellen hervor zu bringen. Einfach weil ich mein Gehirn entlastet habe.
Meine Amazon-Watchlist und eine Notiz auf meinem Handy zeigen mir, welche Filme und Serien ich umgedingt mal sehen wollte.
Eine Reihe von Bildern, die mich inspirieren bestimmte Dinge zu vollbringen finden sich auf meinem Handy und einer externen Festplatte.
Auf der Arbeit regeln mein Kalender, ToDo-Listen und mein Mail-Postfach, dass ich nichts wichtiges vergesse.
Unterwegs benutze ich fast immer mein Navi, selbst bei dem routinierten Weg zur Arbeit, damit ich im Zweifelsfall doch keine Ausfahrt verpasse, wenn ich mal zu sehr auf das Hörbuch höre.

Ihr seht, ich entledige mich schon einer Menge Dinge, damit ich sie mir nicht aktiv merken muss. Manchmal bemerkt man, dass ich vergesslich sei. Aber bin ich das wirklich? Oder war mir der Umstand zu dem Zeitpunkt einfach nicht wichtig genug? Oder war es zwar wichtig, aber ein anderer Umstand verhinderte, dass ich die Wichtigkeit erkenne?