Montag, 9. Juli 2012

...und der Stress des Lebens

Momentan überschlägt sich mal wieder alles. In zwei Wochen steht der Urlaub an. Eigentlich müsste ich bis dahin noch ein Projekt abliefern und gut ist. In diesem Projekt sind aber noch 2,5 Millionen kleine Punkte zu beachten, die ich teilweise nicht alleine erörtern kann und somit auf andere angewiesen bin. Diese haben Reaktionszeiten und sind ja auch selbst beschäftigt, was das ganze unglaublich langwierig und anstrengend macht.
Dann ruft ein Geschäftspartner an, der seit drei Monaten pennt, dem ich vor zwei Monaten auf die Füße getreten habe. Letzte Woche als ich alle Informationen hätte haben sollen und ich ihn darauf hingewiesen habe, dass dort gar nichts abgelaufen ist hat er dann bis heute gewartet - zu spät. Jetzt droht sein Kunde ihm und somit uns. Ich muss also zusehen, dass ich alles hinbekomme.
Einer meiner Stammkunden will auch noch Anpassungen durchgeprügelt haben vorher, aber immerhin winken die jedesmal mit dem passenden Haufen Scheine in der Hand - und lächeln! Das macht das ganze wenigstens sympatisch.
Privat geht es auch auf und ab. Kaum habe ich mich noch weiter aus der SWTOR-Gilde gezogen drängelt sich ein anderes Hobby wieder in den Vordergrund. Beim Kampfsport müsste ich Prüfungen aufholen zu Dingen die ich eigentlich kann, damit Trainingspartner mir nicht davon laufen, die wiederum weniger können (ich habe den Sport vor etlichen Jahren länger betrieben, aber dort gab es keine vergleichbaren Prüfungen). Dies wäre dann auch Ende der Woche.
Eigentlich wollte ich mich auch ganz anderen Aufgaben widmen, aber da wird man von anderen halb-geschäftlichen Kontakten sitzen gelassen bzw. hingehalten.
Gedanken zu einer Geschichte die ich bloggen könnte schwirren mir im Kopf rum, aber ich habe gar keine Ruhe diese überhaupt richtig auf die Kette zu bekommen.

Ich hatte mal einem Vortrag über Burn-out und effektiver Arbeit unter Stress beigewohnt - also bald ist kritische Phase!

Wird der Held den Flammen der höllischen Arbeit entkommen?
Werden alle Projekte fristgerecht abgeliefert sein?
Wird ein Haufen Kohle dabei verdient werden?
Kann der Held mit seiner Heldin einen entspannten Urlaub genießen?
All das erfahrt ihr in den nächsten Folgen....
...to be continued...

Donnerstag, 5. Juli 2012

The amazing Spider-man

Schon wieder? Das war so ziemlich mein erster Gedanke. Dunkel? Weil so Batman Begins nachempfunden? Das war mein zweiter Gedanke. Dann erinnerte ich mich an meine Spider-man-Zeiten aus den 90ern in denen ich die ganzen Comics von Panini/Condor gelesen und gesammelt habe. Die Sammlung ist übrigens noch vorhanden und natürlich in einem tadelosen Zustand!
In den damaligen Comics waren einige Abgründe in Spider-man's Leben zu lesen. Die Geschichte um Gwen Stacy, die Eltern, die Klon-Saga(jaa!), den Schakal, Ben Reilly,...u.v.m. Das war alles sehr sehr dunkel und dennoch passte es sehr gut in das sonst so fröhliche Spider-man-Leben.
Kommen wir zum Film. Es wird wieder die Grundgeschichte erzählt, allerdings diesmal aus etwas anderer Perspektive. Die Geschichte um die Eltern wird endlich angerissen. Gwen Stacy spielt eine große Rolle und die wird herrlich von Emma Stone gespielt wird. Man merkt so ein wenig den Einschlag der Ultimate Spider-man-Comics in diesem Film. Der Hauptcharakter zieht einen Ohrstöpsel heraus als er angesprochen wird, Smartphones werden benutzt, das Leben drumherum scheint sehr komplett zu sein. Viele Details die wirklich gut eingebracht sind. Der Tod von Onkel Ben war wie immer sehr ergreifend, gerade weil der Martin Sheen-Onkel Ben einen Charakter mit realistischen Verhaltensweisen war und gerade dadurch so bewegend. Auch Tante May spielt eine gute Rolle, kam aber zu kurz - denke das wird in den Nachfolgern was werden. Andrew Garfield gefiel mir wirklich sehr sehr gut! Wesentlich besser als Tobey. Denn er ist wirklich ein schlacksiger, drahtiger Nerd und sieht seinem Comicvorbild sehr ähnlich! Die Animationen waren wirklich sehr gut, auch wenn in den schnellen Schwing-Szenen aus der Ich-Perspektive der Blur-Effekt eines 3D-Kinos sehr störend war. Schade eigentlich - es hätte sehr schön sein können.
Auch einige Szenen aus dem Trailer sind dem Schnitt zum Opfer gefallen. Zum Beispiel die Szene wo Peter gefragt wird, ob er Football spielen will und er meint das wäre zu gefährlich.
Übersetzung ist einigermaßen gelungen soweit ich das aus den Trailern erkennen kann - lediglich die Szene mit dem Autodieb ist verhundst: "You found my weakness - small knives!" - dieser Witz fehlt völlig!
Fazit: Story gut, Schauspielerei sehr gut, Effekte gut. Durch den großen Fanfaktor bei mir gibts noch ein Plus für die Freude endlich die Comics wiederzuerkennen.
Note: 2+

Dienstag, 3. Juli 2012

...und das Geheimnis des gesunden Rückens!

Das unser neues Bett eine ganz eigene Anziehungskraft hat habe ich ja bereits hier erwähnt. Dank der neuen Matrazen führt es allerdings unweigerlich zu weiteren Konsequenzen. Erstens - das Aufstehen fällt schwer. Ich habe mir morgens derzeit drei Wecker gestellt, die zeitlich versetzt arbeiten, damit ich aus den Federn komme. Früher reichte das erste Anläuten des ersten Weckers. Aufstehen kann wirklich schwer sein!
Die zweite (und schöne) Konsequenz ist, dass mein Rücken entlastet wird. Er braucht sich jetzt nicht mehr anstrengen, um Köprerspannung zu halten, damit meine Rippen sich nicht am Lattenrost aufreiben.
Ich habe seither keine Rückenschmerzen mehr, geschweige denn eine Kapselentzündung gehabt. Im Gegenteil! Ich kann meinen Rücken weiter drehen und bewegen als in den letzten 10 Jahren! Ich bin hellauf begeistert. Wenn ich euch einen Tip geben kann: besorgt euch ordentlich Betten, mit guten Lattenrosten und auf euch abgestimmte Matrazen. Das ist einfach göttlich!
Ich könnt schon wieder pennen ;-)

Dienstag, 26. Juni 2012

Menschen werden von Emotionen bewegt III

Am Wochenende sind die Heldin und ich gegen frühen Nachmittag losgezogen zum lokalen Möbelhaus schwedischer Herkunft. Wir hatten bereits ein neues Bett im Hinterkopf, mussten nur noch Entscheidungen abwägen und die Matrazen probeliegen. Natürlich fällt einer Frau auf, dass dann noch neue Nachttischlampen passend dazu gekauft werden müssen. Ach ja und Matrazenschoner, neues Kopfkissen, Laken,... ich war natürlich nur auf das Grobe bedacht.
Dann meinte sie trocken als wir durch die Ausstellung schlenderten: "Wir sollten die Wand hinter dem bett vorher noch streichen". "Ja klar, weiß über weiß drüber streichen. Kein Ding.", dachte ich. Sie vervollständigte mit dem Satz: "Aber nicht blau.". Ich reagierte sofort: "Nee weiß, weil die LEDs machen dann ja den Rest.". Die Heldin intervenierte: "Ich will aber keine LEDs, sondern lieber eine schöne Farbe an die Wand.". Meine Kinnlade fiel erneut herunter, wie schon bei der Ablehnung des Blautones 3 Tage zuvor. Sie redete weiter: "Die LEDs kannst du dann ja in deiner Arbeitsecke einbauen.". Ich rang um Luft. Mein ganzer schöner Plan das Schlafzimmer zu einem Lichttechnischen Kunstwerk zu machen...dahin! Ich klärte sie auf: "Aber wir wollten doch mit LEDs die Wände beleuchten, damit wir wählen können was wir wollen. Du dein gelb für die romantik und ich das kühle blau zum arbeiten.". Einen kurzen Moment Ruhe...dann die Heldin: "Wie wäre es mit rot? Das hast du in deinem Büro jetzt auch, da kannst du auch gut arbeiten."
...die weitere Diskussion führe ich jetzt nicht aus. Die Tatsache, dass meine schöne Idee mit dem adaptiven Licht nach 3 Tagen Freude verworfen wurde muss ich wohl hinnehmen. *seufz*
Im übrigen ist die Wand jetzt rot, besser das als wenn sie wieder mit dem Orange daherkommt.

Das Aufbauen des Bettes hat dann übrigens komplett sieben Stunden gedauert (Bett, Kopfteil, Lattenrost). Was war ich froh, als ich dann gegen halb zwei Nachts ins Bett fiel. Übrigens ist das Ding eine ganz miese Falle. Da geht man nur vorbei, da entwickelt es seine ganz eigene Schwerkraft die einen automatisch hinein zieht.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Diablo 3 - warum es nicht so motiviert wie Teil 2

Es gibt einige Berichte was am dritten Teil der Hatz auf den Höllenfürsten so schlecht ist. Ich möchte da nicht all zu sehr drauf eingehen, sondern eher auf den Motivationsfaktor. Allgemein gesprochen ist das Spiel ja nicht schlecht, aber die Langzeitmotivation fehlt. Symbolisch gesprochen sind die beiden Teile wie die Buchstaben M und W. Man stelle sich diese mal geschwungen vor (sorry, habe gerade kein gescheites Malprogramm zur Hand).
Diablo 2 ist das M. Mit kleinen Einbrüchen ist die Motivationskurve eigentlich konstant hoch. Das begründet sich daher, weil man bei Diablo 2 nur wenig Rückschläge erhielt und wenn diese eintrafen (gehören auch mit dazu!), dann wurde kurz darauf ein besseres Item gedroppt, welches man dann einsetzen konnte um die vorangegangene Schlappe gleich nieder zu mähen. Gerade das Benutzen und Auskosten eines Erfolges ist beim Menschen unglaublich beflügelnd.
Bei Diablo 3 verhält es sich eher umgekehrt. Das W mit nur kurzen Hochs bietet auf Dauer nicht den Erfolgsfaktor. Das Spiel ist konstant knackiger und schwerer, was zwar anspornen kann, aber nach dem 10ten Anlauf gegen einen Mob hat man auch keine Lust mehr, weil einfach kein Heilmittel einfällt bzw. droppt. Quasi müht man sich bis zum nächsten Level-Up in der Hoffnung dann endlich diesen Mob zu fällen. Das ist dann das Erfolgserlebnis, was gleich wieder stark sinkt, da das Gegenerniveau konstant mit einem aufsteigt. Es gibt kein "Kommt her ihr kleinen Mistviecher, ich stampfe euch unangespitzt zurück in die Hölle!"-Gefühl.

Von der psychologischen Sicht gesehen wirkt sich dies wie folgt aus. Der Konkurenzwillen wird zwar gefördert, weil man mit viel Mühe nur wirklich gut ist, aber der Unterbewusstsein, bzw. damit der verbundene Hormonhaushalt leidet darunter. Die geringen Erfolge führen zu weniger Belohnungsgefühl. Es werden also weniger Dopamin, Serotonin, Noradrenalin und Endorphine ausgeschüttet. So stark der Wille auch sein mag, der Körper wird einen früher oder später bremsen.

Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel:
Gibt es Spielelemente die einem solche Freude bereiten, dass sie konstant Freude bereiten ist ein gewisser Glückshormonspiegel gegeben. Für viele Spieler die ich gesprochen habe reicht da schon die Atmosphäre des Spiels (evtl. aber auch noch andere Spielelemente). Zu dieser Gruppe gehöre ich leider nicht.

Ich hoffe ich konnte euch das ein wenig verständlich näher bringen.

Menschen werden von Emotionen bewegt II

Nachdem ich nun mit meiner Heldin über die Farbe des Schlafzimmers gesprochen habe und ihr endlich zugestanden habe, dass wir tatsächlich ein helles blau nehmen könnten meint sie ganz trocken zu mir: "Ach eigentlich will ich gar kein blau mehr. Eher etwas warmes."
Meine Kinnlade fiel reichlich nach unten. Endlich hatte ich mich auf blau eingelassen, nach so langer Zeit und dann: "Wie wäre es mit Orange?"
Nach reichlich Überlegung bin ich jetzt zu einem Entschluss gekommen, dass wir uns sowieso nicht einigen könnten. Also habe ich die ultimative Lösung gefunden. Da dieser Kellerraum sowieso beleuchtet werden muss, da man sonst nichts sieht werden die Wände beleuchtet. Und zwar in den Farben auf die wir gerade Bock haben! Ich werde RGB-LEDs verbauen, die die Wand indirekt beleuchten und die Farbe per Fernbedienung wechseln können. Dann kann Sie Orange oder Rot oder was auch immer anschalten und ich blau!
Wie das ganze verkleidet wird, damit wir nicht blind werden etc. werde ich mir noch einfallen lassen.

Montag, 18. Juni 2012

Menschen werden von Emotionen bewegt

...das hat mir neulich ein Arbeitskollege aus dem Marketing mitgeteilt. Nicht, dass ich das nicht wüsste, aber seine Arbeitsweise ist es Menschen emotional zu bewegen, denn nur so bleibt man im Gedächtnis.

Es ist an der Zeit, dass die Heldin und ich das Schlafzimmer in Angriff nehmen....nicht das was ihr denkt! Ein neues Bett muss her, denn die Rückenschmerzen werden für beide langsam unerträglich. Aber auch das komplette Mobiliar ist aus beiden zusammengeworfenen Haushältern und somit in Größe und Design absolut nicht kombinierbar. Hinzu kamen Schränke, die beim Hauskauf ebenfalls erhalten geblieben sind.

Bislang scheiterte die Renovierung an der Findung einer Farbe. Der Heldin schwebte ein helles Blau mit Tendenz zum Mint-farbenen vor. Das ging bei mir sowas von gar nicht, denn mein Zahnarzt hat genau diese Farbe als Behandlungszimmer. Sollte ich mit Erinnerungen an Zahnbehandlungen abends überhaupt einschlafen können?

Jetzt waren wir ja im Urlaub und haben reichlich Meerwasser gesehen. Alles schön blau und in azur. Damit könnte ich mich anfreunden, denn damit sind auch wirklich schöne Erinnerungen verbunden. Auch wenn die Farbe nur einen Ticken heller ist als die meines Zahnarztes. Mit diesen positiven Emotionen, die ich jetzt damit verbinde kann ich es kaum erwarten die Farben im Baumarkt zusammen zu stellen.