Dienstag, 10. September 2013

Addicted


WOW. Oder besser doch WoW?
Ich bin gerade über einer meiner Geek-Seiten, die ich regelmäßig besuche, auf ein Youtube-Video gestoßen. IRL 2.0. Es ist eine Überarbeitung bzw. Erweiterung (blödes Wortspiel) vom IRL-Video des gleichen Machers. Ich hatte IRL früher schon gesehen und hielt es für ein simples "Ich habe meine WoW-Sucht bezwungen"-Video. Aber es steckte mehr dahinter, wie man im neuen Video sehen kann.
Ich kenne eine Menge Leute aus MMORPGs, die sich sehr dort einbringen. Jeder von Ihnen ist fest der Überzeugung, dass es keine Sucht ist, was sie dort betreiben - sie hätten nur außerordentlich Spaß daran. 150 Pets zu haben ist kein Spaß mehr. 90% aller Archievements unlocked...das ist kein Spaß mehr. Alle Charakterslots auf Maximallevel-Chars zu haben...das ist kein Spaß mehr!
Von den Hardcore-Spielern die ich kenne hat nur einer seine Sucht angegangen und tatsächlich für 2 Jahre aufgehört. Dann ist er dank eines neuen MMORPGs rückfällig geworden und fast so aktiv wie früher.
Ich selbst war auch eine kurze Zeit lang süchtig. Habe 2-3 Abende/Tage die Woche damit verbracht mit Online-Freunden, statt realen Freunden was zu erleben. Sicherlich hat es Spaß gemacht, aber...wenn man zurückblickt...was hat man da? Eine virtuelle personalisierte und imba gepimpte Axt mit eigenem Unique-Namen,....die heute 3 Jahre später nichts mehr Wert ist, da 3 Spielerweiterungen später die Gegner so stark sind, dass diese übermächtige  Axt wirkt wie ein Zahnstocher.
Ich bin froh Spiele und MMORPGs entspannt spielen zu können. Das Jahres-Abo tut zwar immer weh bei der Kontoführung, aber nicht so sehr, dass ich konstant etwas dafür erwarte.
Noch heute hoffe ich, dass meine Hardcore-Spielerfreunde die Balance zwischen realem Leben und Spiel finden. Sich selbst zu Liebe.


IRL 2.0:


IRL - Original: http://www.youtube.com/watch?v=jrKjNwejhfg

Freitag, 30. August 2013

Zeit

Ich hatte gerade ein lustiges Telefonat. Jemand hat da eine PC-Frage, die ich mir live und in Farbe angucken müsste. Jetzt ging es darum, wann ich denn mal Zeit für das Thema hätte... so in 3 Wochen. Sicherlich, es ist nur eine Kleinigkeit und dauert, mit Erklären, so eine Stunde vielleicht.

Aaaaaber.... warum habe ich so wenig Zeit?
Eine Woche hat 168 Stunden.
Wenn ich jede Nacht 6 Stunden schlafe, dann sind es nur noch 126.

Regulär arbeite ich so 40-45 Stunden die Woche = 81 Stunden.
Dazu kommen ca. 7 Stunden Fahrzeit = 74 Stunden
Ich versuche so 1-2x die Woche Sport für eine Stunde zu treiben. Mit An-/Abfahrt, Umziehen, Duschen sind das dann 2x2 Stunden = 70 Stunden.
Ich bin nebenberuflich tätig und dafür opfere ich ca. 2-3 Stunden die Woche = 67 Stunden.
Feste Lernzeiten in denen ich mich fortbilde habe ich auch (2 Stunden etwa) = 65 Stunden
Unter der Woche versuche ich Freunde zu treffen oder bin im Verein tätig= 60 Stunden
Auch ein Abend gehört komplett meiner Frau und unserer Ehe = 53 Stunden
Unser Haus, Garten etc. bedarf auch einiger Pflege. Wenn es gut läuft sind das dann noch 47 Stunden in der Woche.

Das sind nicht mal ganz 2 Tage in Summe, um mich zu erholen. Da kommen dann so Späße dazu wie:
5 Hochzeiten im Jahr 2013 = Zeitverlust durch Beschäftigtsein den ganzen Tag = 90 Stunden
3x 30te Geburtstage = Zeitverlust durch Beschäftigtsein den ganzen Tag = 48 Stunden
Urlaubsabzug, wenn ich denn mal Urlaub habe
im Schnitt 17 andere Geburtstagsfeiern im Jahr (Familie und Freunde) = Feierzeit von 119 Stunden
Familien-Feiertage = 16 Stunden
Allgemeine Feiern (Vatertag, Silvester, etc. etc.) = ca. 60 Stunden Feierzeit

Runtergebrochen auf Prozente in einer Woche und umgerechnet in Stunden sind das 20 Stunden, die dafür drauf gehen.
Zwischen diversen Aktivitäten muss ich Essen und es entstehen Pufferzeiten/Wartezeiten und auch unsere Hunde freuen sich über Spaziergänge, die täglich gemacht werden müssen. Geschäftliches (Bank, GEZ, Telekomiker, Handyanbieter, Post etc.) müssen auch erledigt werden. In Summe komme ich da auf 24,5 Stunden.

Das heißt...wenn ich mir so die Woche so ansehe, dann habe ich letztendlich 2,5 Stunden freie Zeit als Puffer. Und da wundert sich jemand, dass ich erst in 3 Wochen Zeit habe?

Ich will jetzt nicht meckern. Immerhin habe ich mir dieses Leben ausgesucht und den Tätigkeiten gehe ich mit Freude und Leidenschaft nach. Ich genieße eben sehr mein ausgefülltes Leben, welches ich nach meinen Vorstellungen gestaltet habe.

Mittwoch, 14. August 2013

man kann nicht jeden Tag ein Held sein

Es gibt einfach Tage und Zeiten an denen man nicht die Energie hat. Die persönliche Lage erlaubt es einem nicht das Interesse bzw. das Gemeinwohl zu achten. Es gelingt einem nicht verständnisvoll zu sein, die Menschen im Umfeld zu verstehen und schon gar nicht sich selbst zu reflektieren.
Es ist nicht genug Energie da seine eigenen Probleme zu lösen, heldenhaft die Brust heraus zu strecken und sich schützend vor andere zu stellen.

Aber auch diese Zeiten gehen vorbei.

Mittwoch, 26. Juni 2013

omg

Wenn das so weiter geht entwickelt sich das ganze hier noch zu einem Modeblog ...oder einem für durchgetragene Strumpfhosen-Fetische.
Ich war gestern in der Großstadt....also die echte größere in der Nähe. Um meine geheime Identität nicht zu gefährden nenne ich sie einfach mal Metro-City. Ich bin ein paar mal im Monat dort, aber zwischenzeitlich hatte ich jetzt eine vierwöchige Pause. Kommt man dann mal wieder dahin gibt es erstmal einen Kulturschock was für Mode gerade so getragen wird. Durch Pinterest bin ich relativ auf dem laufenden was auf dem Weltmarkt so los ist an Klamotten, allerdings kommt die vergewaltigte Version davon ja nur auf die Straßen.
Strumpfhosen sind ja jetzt ganz aktuell hier in Metro-City. Waren sie schon eine Weile, wurden aber um die Hüften von Hotpants oder dem Oberteil verdeckt. Das ist jetzt Out, man zeigt sein Popoles jetzt öffentlicher. Dies hat natürlich diverse künstlerische Ausprägungen, die ich heute ein wenig vorstellen möchte. Auf Bilder musste ich zwecks Entgehen einer Anzeige verzichten.

Variante Arsch frisst Strumpfhose
Die Strumpfhose ist so eng gewählt, dass beide Arschbacken gut zur Geltung kommen. Ähnlich gut wie bei Yoga-Pants, für die es tatsächlich einen eigenen Fetisch mittlerweile im Netz gibt. Könnte man sich dran gewöhnen, leider musste ich feststellen, dass das Mädel so ca. 15 war, als es sich umdrehte. Als Elternteil hätte es dann die obligatorische Abmahnung für sowas gegeben.


Variante Nylon und was kurzes drüber
Wenigstens wird bei diesem Stil noch etwas über die Hüften getragen. Leider ist dieses Kleidungsstück viel zu kurz, weswegen man bei der Nylonstrumpfhose den Schnitt der Bemusterung zum Unbemusterten Teil gut sehen kann und etwa 10cm mehr. Der unbemusterte Teil beginnt normalerweise 3/4 auf dem Oberschenkel über dem Knie. Nur knapp darüber beginnt der "Schritt" - also sagen wir mal die Verbindung zwischen linkem und rechtem Bein. Sieht man den unbemusterten Teil und den Schritt unter dem Minirock, dann war's zu wenig Stoff beim Minirock.

Variante reinstecken
Hierbei wird die Bluse o.Ä. einfach in die Strumpfhose gesteckt und diese möglichst weit nach oben gezogen. Bis knapp unter den Bauchnabel ist perfekt, ähnlich wie bei Corsagenhosen. Soll angeblich die Form der Frau betonen, formt aber eher einen Birnenhintern, die ja nicht wirklich toll sind und nur genehmigt bei Frauen über 45 ;-)

Variante durchsichtig + reinstecken
Ähnlich nur mit Schlüpper hier bereits gesehen verdeckt die reingesteckte Bluse o.Ä. jetzt den Blümchenschlüpper, wird aber nicht weniger gesehen, denn die Strumpfhose ist vornehmlich am Hintern reichlich durchgetragen und fast durchsichtig. So gesehen und fast gestorben.

Dennoch habe ich einige gesehen, die diesem Trend trotzen und auch sehr hübsch gekleidet waren. Auch bei den Herren ist mehr und mehr mein Leitsatz anzumerken.





Bildquellen: http://www.aaronswansonpt.com/ + http://thetreasuregentleman.wordpress.com/

Donnerstag, 20. Juni 2013

11 Fragen, 11 Antworten

Der Zaubermann warf nicht mit Holz - aber ich stehe auf so ein' Scheiß.


1. Sonntag abend, Tatort oder Spielfilm?
Ich war noch nie Tatort-Fan, also definitiv Spielfilm. Aber exquisiter Wahl und nicht wirklich oft aus dem TV.

2. DIY oder linker Daumen?
Ich versuch's....und ärger mich dann. Aber es hält.

3. Buch UND Film, wenn ja in welcher Reihenfolge?

Kommt drauf an. Robocop - erst Buch, dann Film. Buch war besser.
Blade Runner - erst Buch, dann Film, dann Ursprung "Do Androids Dream of Electric Sheep?" - Film besser als Roman, ander als Ursprung. Roman war so lala.
Hulk (Bana-Verfilmung) - erst Buch, dann Film. Buch um längen besser!
Bourne - Reihe. Erst Film, dann Buch, dann zweites Buch, dann zweiter Film, dann drittes und vierstes Buch, dann dritter Film. Bücher 1-3 definitiv viel besser als Film, aber sehr unterschiedlich. Filme 1-3 waren aber nicht schlecht. Film 4 vermeide ich noch, da ich das Franchise in dieser Konstellation nicht unterstütze.

4. In "real Life" - introvertiert oder extrovertiert?
Sowohl als auch. Sozial-extrovertiert, emotional eher introvertiert.

5. Dein schönstes Erlebnis mit deinem Partner?
Da waren so viele schöne. Verlobung, Hochzeit und ganz klar Sex ;-)

6. Das gruseligste Kosewort das du kennst?
"Schnitzel" und "Bierschiss" waren Kosenamen von kennengelernten Punks. Aber kosen ist das wohl nicht. Die Heldin hasst "Hasi/Hase" oder "Hasi-Mausi". Mach ich aber auch eher, um sie zu ärgern.

7. Prinz oder Pirat?
Arrrrrrrr! Alles klar soweit?

8. Was hast du IMMER dabei?
Phone-Gadget, Door-Opener-Gadget und Pay-Gadget (vornehmlich Plastik, weniger hartes)

9. Lieblingsparfum und welcher Duft geht gar nicht?
Zwiebelsaft im Kühlschrank oder siehe auch moechtegernheld und der Todespups des Dönermann
Lieblingsparfum...eine Mischung aus Heldin und ihrem Parfum (ein nicht mehr produziertes Jean Paul Gaultier) *schnief*


10. Was möchtest du gerne mal ausprobieren?

Mächtig und menschlich zu gleich sein.

11. Marke oder no Name?

Früher wenig Marke, aber da die noname-Produkte relativ wenig halten (vornehmlich Klamotten und Hardware) tendiere ich immer mehr zu Markenwaren.
Wo man nicht sparen sollte sind Anzüge, Dienstag erst einen neuen gekauft. Nummer 8 in der Sammlung.

Wer mag, klaue sich das Stöckchen...und dann lauf. Aber schnell!

Freitag, 10. Mai 2013

wenn der Held mal kein Held ist?

Es war Vatertag. Wie eigentlich jedes Jahr gehört es für mich zum guten Ton diesem zu fröhnen, auch wenn ich noch keine Papa bin. Dieses Mal gab es auch wieder eine vernünftige Vatertagstour, wenn auch mit komplett neuen Gesichtern dabei und ganz anderer Strecke. Nicht weniger spannend, nicht weniger hochprozentig. Im Gegenteil, das Hochprozentige Zeug gab es diesemal soger mehr.
An der Massenschlägerei in der Stadt sind wir nur knapp 5 Minuten vorbei gerauscht. Ganz gemäß dem Motto: "Nach uns die Sinnflut".
Am Bestimmungsort angekommen sollte auch das Grillen starten. Die Ladies ließen noch auf sich warten. Der Gastgeber hat es gerade noch so geschafft seine letzten Grillkohlereste zu beflammen, mehr aber auch nicht. Irgendwie war ich der einzige, der noch in der Lage war das Grillgut nicht verbrennen zu lassen, das Geschirr heile heraus zu befördern und den Müll halbwegs im Griff zu haben - bis natürlich die Frauen kamen.
Als diese dann, wohl genährt durch leckeres Grillgut, auf der Hollywood-Schaukel hinter mir saßen hörte ich kurz meinen Namen. Ich fragte, was es denn über mich so spannendes gab und die Gastgeberin erklärte: "Ich sagte gerade, dass du dich nie so daneben benimmst, dass etwas kaputt geht." - ich blickte zu meinen Trinkkumpanen vom Tag, die gerade zu zweit bzw. viert auf einer Kinderschaukel im Garten hin und her donnerten und die obere Stahlhaltestange sich wie eine Turnstange kreisförmig verbog. Ich nickte nur augenrollend.
Ich überlegte eine Weile. Wann war ich das letzte Mal verantwortungslos unterwegs? Denn die Verantwortung für andere ist das was mich zusammenreißen lässt.
Es war vor fast 1,5 Jahren bei einem Gildentreffen meiner damaligen Zwergesippe von LOTRO. Dort traf ich mehrere gestandene, Trinkfeste, Wort-Gewaltige Männer, die allesamt Festival und Mush-Pit erprobt waren. Ich musste also nur auf mich selbst aufpassen und zusehen, dass ich am nächsten Tag spätestens mein Hotelzimmer finde. Kleinigkeit also. Den Abend ließ ich mich auch passend gehen. Ich trank, ich sang, ich rempelte Leute an, kassierte und verteilte eineige blaue Flecke. Wir stießen an bis die Gläser brachen, umarmten uns herzlich und dreckig lachend. Es gab schlechte Witze und es kümmerte keinen wie stark man torkelte. Eine herrliche Nacht. Ja....das ist der Held, wenn er mal kein Held ist.
In diesem Sinne hoffe ich einen schönen Vatertag gehabt zu haben!

Donnerstag, 2. Mai 2013

es knistert...

...in meinem Blog.
Es war nach Feierabend. Ich hatte einen langen und anstrengden Tag beim Kunden und danach noch ein Essen mit zwei Kollegen, bevor ich endlich in mein Stammhotel einchecken konnte. Eine neue Bedienung empfing mich und zwei weitere bayrische Gäste sehr freundlich. Sie wollte uns die Zimmer zeigen, wobei mir hätte man ja nur die Nummer sagen brauchen. Mit ausgestrecktem Arm deutete sie den Gang hinab mit den Worten: "Ihres ist da vorne links.", ich folgte dem Blick. Zimmer 16, alles klar. Ich ging los, öffnete die Tür weit und trat ein. Die Schlüssel stecken von innen, da das Hotel so klein, überschaubar und familiär ist, dass es keine gesonderte Ausgabe am Tresen gibt. Ich trat also ein.
Nach einem schnell Schritt in das Zimmer stolperte ich kurz und schaute zu Boden. Da lag ein kleiner aber durchaus heißer BH - augenscheinlich eilig abgeworfen. Dann ein Blick nach oben. Auf dem Bett lag eine bruenette schlanke Dame. Die langen Haare weit und wild über das Bett verteilt. Die Augen halbgeschlossen, den Mund lustvoll ein wenig geöffnet. Ihr nackter Körper bewegte sich rhythmisch vor und zurück und ihre festen Brüste wippten leicht schaukelnd dazu. Von mir aus gesehen hinter ihr hockte ein junger Hüpfer und hielt ihre Fußfesseln weit gespreizt in die Höhe. Er stieß fest zu und ihr schien es sichtlich Spaß zu bereiten. Die beiden sahen nicht sonderlich verwundert über mein Eintreffen aus. Auch von Überraschung keine Spur.
Ich wollte dann aber doch nicht so aufdringlich sein und weiter zuschauen, außerdem hatte ich keine Knabbersachen dabei. Ich brachte nur ein kurzes aber hörbares "Sorry!" hervor und verließ rückwärts den Raum und schloss die Tür. Der Bedienung sagte ich dann: "ich glaube das ist das falsche Zimmer.". Sie antwortete: "Ja ähm. Zimmer 20 bitte gegenüber. Ich habe eine links-rechts-Schwäche." - "zu meinen Gunsten", dachte ich.
Ich bezog das Zimmer. Als ich später nochmal an dem Tresen im Foyer ankam und sie dort stand und nichts zu tun hatte erzählte ich ihr von den beiden. Sie musste grinsen, lief aber dennoch ein wenig rot an, musste dann aber doch noch breiter lächeln.
Also ich hab mich köstlich amüsiert.